Es ist soweit: McLaren bestätigt ein Fahrzeug mit "mehr als zwei Sitzen"
McLaren-CEO bestätigt SUV nicht direkt, sagt aber, dass etwas anderes als zweitüriger Sportwagen in Arbeit ist
Trotz der jüngeren Produkteinführungen wie dem Hybrid-Sportwagen Artura oder dem Hypercar W1 ist die Zukunft von McLaren weiterhin ungewiss. Das Unternehmen wurde kürzlich von CYVN Holdings, einem Arm des saudi-arabischen Staatsfonds, übernommen und mit dem britischen EV-Startup Forseven fusioniert.
Es ist immer noch unklar, was der neue Eigentümer mit dem Supersportwagenhersteller und dem Rennteam vorhat. In einem Interview mit dem britischen Magazin Car verriet der neu ernannte CEO Nick Collins kürzlich erste Details über die Zukunft - und diese haben es in sich.
Vor allem bestätigte Collins, dass McLaren seine Produktpalette über die aktuellen Supersportwagen hinaus erweitern will und wiederholte damit Aussagen, die er bereits im April gemacht hatte. Collins wollte sich zwar nicht festlegen, dass McLaren ein SUV à la Ferrari Purosangue auf den Markt bringen wird, verriet aber, dass das Unternehmen in "angrenzende Segmente" einsteigen und ein Modell mit "mehr als zwei Sitzen" einführen wird.
"Sie werden auf jeden Fall etwas mit mehr als zwei Sitzen sehen, aber das lässt uns immer noch ein ziemlich weites Feld. Und wie ich schon sagte, selbst im Bereich der Zweisitzer könnten wir dort noch viel mehr Vielfalt haben."
2025 McLaren W1
Dazu sei kurz eingeworfen: Einen McLaren mit mehr als zwei Sitzen gab es schon Anfang der 1990er. Das mit Abstand bekannteste und ikonischsten Modell der Briten, der McLaren F1, verfügt über drei Sitze. Der Fahrer thront hier in der Mitte, rechts und links von ihm, leicht nach hinten versetzt, ist Platz für zwei weitere Passagiere.
Collins bestätigte auch, dass McLaren seinen Produktplan bis 2030 festgeschrieben hat, wobei die vorläufigen Entwürfe für jedes kommende Modell bereits abgeschlossen sind. Er betonte, dass sich das Unternehmen stark auf seine Beziehung zum chinesischen Autohersteller Nio stützen wird - insbesondere bei der Herstellung. CYVN Holdings, der neue Eigentümer von McLaren, hält einen Anteil von 20 Prozent an Nio.
"Sie werden Nio-Komponenten in McLarens viel früher sehen, als Sie denken - auf Komponentenebene, sogar in der aktuellen Baureihe. Wir haben mit ihnen zusammengearbeitet, um einen besseren McLaren schneller zu machen. Nicht ein schnelleres Auto, sondern ein Auto, das in kürzerer Zeit gebaut wird."
Während es noch an genauen Details über die künftige Produktpalette mangelt, hat McLaren in der Vergangenheit mehrfach Andeutungen über ein SUV gemacht. Zudem sagte Collins gegenüber The Drive, dass ein McLaren EV immer noch auf dem Tisch liegt - nur nicht in unmittelbarer Zukunft.
Noch vor ein paar Jahren gab es in jeder McLaren-Präsentation eine Folie mit einem rot durchgestrichenen SUV. Von E-Autos war damals auch noch keine Rede. Aber wir sehen ja, dass im Prinzip jeder andere Luxus-Hersteller auf diese Säulen nicht mehr verzichten kann. Es bleibt spannend, wo der Weg für den Supersportwagenbauer aus Woking hinführt.
Quelle: Car Magazine
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