Peugeot E-3008 (2025) im Dauertest: Komfort-SUV mit Mini-Macken
Das elektrische Fastback-SUV überzeugt im Alltag mit seinem leisen Antrieb und dem modernen i-Cockpit
Nach gut 2.500 Testkilometern bestätigt sich der erste Eindruck: Der Peugeot E-3008 GT (2025) überzeugt im Alltag vor allem durch Komfort, ein gelungenes Design und praktische Details. Der Elektromotor mit 157 kW (210 PS) bietet eine souveräne Beschleunigung, ist auf Autobahnen jedoch erst oberhalb von 110 km/h etwas zurückhaltend.
Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h erfolgt in durchschnittlichen 8,8 Sekunden. Besonders im Stadtverkehr punktet der Antrieb des Peugeot mit seiner angenehmen und leisen Charakteristik. Im Alltag positiv auffallend ist auch die Geräuschdämmung: Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleibt es angenehm leise im Innenraum, Wind- und Abrollgeräusche treten kaum störend hervor. Der Verbrauch bewegt sich praxisnah zwischen 18 und 20 kWh pro 100 Kilometer; in der Stadt sind sogar Werte um 16 kWh möglich.
Die im E-3008 GT verbaute 73-kWh-Batterie ermöglicht eine realistische Reichweite von rund 400 Kilometern pro Ladung. Am Schnelllader wird mit bis zu 160 kW geladen – von 10 auf 80 Prozent Akkustand dauert es rund 30 Minuten. Alternativ steht serienmäßig ein 11-kW-Onboardlader bereit. Optional ist ein 22-kW-Lader erhältlich, was insbesondere für Pendler mit eigener Wallbox vorteilhaft sein kann.
Der Innenraum punktet mit dem neuen Panoramic i-Cockpit, dessen 21 Zoll breites Display nicht nur optisch beeindruckt, sondern auch funktional überzeugt und übersichtlich gestaltet ist. Die komfortablen AGR-Sitze verfügen über eine elektrische Verstellung und Massagefunktionen, weisen jedoch kleine Software-Ungereimtheiten bei der Intensitätsregelung auf.
Die coupéhafte Dachlinie schränkt die Kopffreiheit auf den hinteren Sitzplätzen deutlich ein, sodass größere Erwachsene weniger komfortabel sitzen. Das Gepäckvolumen von 520 Litern ist ausreichend groß und ein Fach im Ladeboden bietet eine praktische und griffbereite Verstauungsmöglichkeit für das Ladekabel. Einen Frunk sucht man hingegen vergebens.
Serienmäßig sind zahlreiche Assistenzsysteme verbaut, darunter ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-Go-Funktion, ein Notbremsassistent und eine hochwertige 360-Grad-Kamera, die das Rangieren deutlich erleichtert. Der Spurhalteassistent reagiert allerdings gelegentlich etwas ruppig, besonders auf schmaleren Straßen oder im dichten Verkehr. Kabelloses Apple CarPlay und Android Auto funktionieren schnell und stabil. Einziger wesentlicher Kritikpunkt ist der Einsatz von Hartplastik in der unteren Mittelkonsole, der nicht ganz zum ansonsten wertigen Ambiente des Fahrzeugs passt.
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