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Pagani-Kunden wollten keinen elektrischen Utopia
Laut Pagani bestand kein Interesse an der potenziellen Strom-Version

Bild von: Sevian Daupi / Motor1

Von: Brian Silvestro
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
Veröffentlicht von: Roland Hildebrandt
17. Jul. 2025 um 17:36 Uhr
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Pagani hat keine Probleme, seine Autos zu verkaufen. Mit etwa 50 produzierten Fahrzeugen pro Jahr sind die Käufer bereit, extrem lange zu warten, um ihren eigenen handgefertigten italienischen Supersportwagen zu bekommen. Es sei denn, es handelt sich um ein Elektroauto.
In einem Interview mit CarBuzz enthüllte Pagani-Sprecher Sebastian Berridi frühere Pläne für ein vollelektrisches Performance-Auto der Marke. Doch als das Unternehmen diese Idee den Kunden präsentierte, gab es absolut keine Nachfrage. Also wurde die Idee verworfen.
Bildergalerie: Pagani Utopia

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"Als wir vor acht Jahren mit der Entwicklung des Utopia begonnen haben, haben wir ein eigenes Team für ein vollelektrisches Modell aufgestellt," sagte Berridi gegenüber CarBuzz. "Die Idee war, sowohl einen elektrischen Utopia als auch eine Variante mit Verbrennungsmotor anzubieten. Ein Hybrid kam für uns nicht infrage – wir hielten ihn für zu komplex. Die Technik war damals einfach noch nicht ausgereift."
Pagani plante ein Elektroauto – aber niemand wollte es
Trotz erheblicher Investitionen in die Entwicklung des elektrischen Utopia musste Pagani das Projekt letztlich streichen. Der Grund war schlicht: kein Kundeninteresse.
"Wir haben das Konzept unseren Händlern und Kunden vorgestellt – aber niemand zeigte Interesse," so Berridi. "Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen. Deshalb mussten wir das batterieelektrische Fahrzeug aufgeben. Es ist schade, denn wir hatten viel in Forschung und Entwicklung gesteckt. Unsere Zusammenarbeit mit den AMG-Zulieferern war sehr eng. Sie waren technologisch auf dem Höhepunkt. Aber wir mussten das Projekt absagen. Wir müssen wirtschaftlich nachhaltig handeln – gegen unser eigenes Interesse können wir nicht arbeiten."
Der V12 bleibt – dank AMG
Aktuell plant Pagani nicht, sich vom V12 zu verabschieden. Das Aggregat stammt von AMG und bleibt dank Zulassung bis mindestens Anfang der 2030er-Jahre im Einsatz.

Der AMG-V12 mit Biturbo im Utopia
Bild von: Sevian Daupi / Motor1
"AMG hat den Motor in Europa bis 2030 und in Kalifornien bis 2032 homologiert. Wir sind zuversichtlich, dass die Zulassung verlängert wird," erklärt Berridi. "Es ist verwirrend, weil sich die Gesetzgebung ständig ändert. Der V12 ist eine Feier der Technik – die Möglichkeit, ein Schaltgetriebe mit einem V12 zu homologieren. Diese Art von Maschinenbau ist auch eine geistige Freude, die unsere Kunden wollen. Pläne, uns vom V12 zu trennen, gibt es nicht."
Auch andere Hersteller kämpfen mit der E-Nachfrage
Pagani steht mit diesem Problem nicht allein. Christian von Koenigsegg erklärte gegenüber Top Gear, dass die Nachfrage nach elektrischen Hypercars derzeit "extrem gering" sei. Mate Rimac räumte ein, dass noch nicht alle 150 Einheiten des Nevera verkauft sind – obwohl das Modell zahlreiche Beschleunigungs- und Bremsrekorde hält.
Maserati hat kürzlich die Pläne für eine vollelektrische Version des MC20 gestrichen. Lamborghini hat die Einführung seines ersten Elektroautos verzögert und auch die Vorstellung eines vollelektrischen Urus verschoben. Selbst Ferrari soll laut Berichten die Entwicklung seines zweiten Elektroautos wegen mangelnder Nachfrage auf Eis gelegt haben. Das erste Modell wurde auf 2026 verschoben.
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