Xiaomi SU7 Ultra Prototyp schlägt Taycan-Zeit auf dem Nürburgring
Die Rekordrunde des Elektroautos ist aber auf Slicks entstanden
Xiaomi hat den Prototyp des SU7 Ultra erst im Juli 2024 vorgestellt und versprochen, irgendwann im nächsten Jahr eine Serienversion auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen hat große Pläne, zu den fünf größten Autoherstellern der Welt zu gehören. Dazu gehört auch die schnellste viertürige elektrische Limousine, die die Nürburgring-Nordschleife umrundet.
In dieser Woche hat das Unternehmen mit dem Prototyp des SU7 Ultra, der die Strecke in 6 Minuten und 48,874 Sekunden umrundete, den ersten Schritt in Richtung dieses Ziels gemacht. Es wäre ein Rekord gewesen, wenn Xiaomi ein Serienauto getestet hätte, aber der offizielle Versuch mit dem echten Auto wird irgendwann im Jahr 2025 stattfinden.
Der Prototyp von Xiaomi war eine abgespeckte Leichtbauversion ohne Armaturenbrett, mit einem Rennrad und weit davon entfernt, serienreif zu sein. Dass es sich um einen Prototyp handelte, wurde während der Runde (Minute 4 und 10 Sekunden) deutlich, als das Gaspedal versagte.
Der Testfahrer trat mehrmals auf das Gaspedal, bevor es wieder richtig reagierte. Doch selbst mit diesem kleinen Problem erzielte der SU7 eine erstaunliche Zeit, die kaum Zweifel an der Leistungsfähigkeit dieses zu rein elektrischen Fahrzeugs aufkommen ließ.
Allerdings stand das Fahrzeug auf Slicks und hatte 50 Prozent mehr Leistung als der stärkste Taycan. Kritiker monieren, es sei kein Serienauto, sondern eher als Rennwagen zu betrachten. Der SU7 brach den bisherigen Rekord von 7 Minuten und 7,55 Sekunden, den der Porsche Taycan Turbo GT aufgestellt hatte.
Bildergalerie: Xiaomi SU7 Ultra Prototype
Die Serienversion des Xiaomi SU7 Ultra soll das High-Performance-Flaggschiff von Xiaomi sein. Er ist mit der gleichen Dreimotorkonfiguration und einem für die Rennstrecke optimierten Akkupack ausgestattet wie der Xiaomi SU7 Ultra Prototype (Prototypenfahrzeug) und liefert eine maximale Leistung von 1.548 PS. Mit einer Beschleunigung von 0-100km/h in nur 1,98 Sekunden (ohne "One-Foot-Rollout") und einer geplanten Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h soll er das schnellste viertürige Serienauto werden. Der Xiaomi SU7 Ultra verfügt über ein für die Rennstrecke optimiertes Kühlsystem, das sicherstellt, dass er zwei Runden auf der Nürburgring-Nordschleife absolvieren kann, ohne zu überhitzen.
Außerdem ist er mit einem Bremssystem ausgestattet, das einen Bremsweg von nur 30,8 Meter von 100 km/h auf 0 erreicht. Der Xiaomi SU7 Ultra ist außerdem mit einem auf die Nürburgring Nordschleife abgestimmten Fahrwerk ausgestattet, das eine bessere Fahrwerkskontrolle und eine höhere Kontrollgrenze ermöglicht. Als viertüriges „Rennauto“ ist es bereits ab Werk rennstreckentauglich.
Die Serienversion des Xiaomi SU7 Ultra wird nächstes Jahr auch die Nürburgring-Nordschleife erneut in Angriff nehmen. Der SU7 Ultra kann in China bereits ab sofort vorbestellt werden, die offizielle Markteinführung ist für März 2025 geplant. Der Vorbestellungspreis liegt dort bei 814.900 Yuan (umgerechnet etwa 105.300 Euro), wobei eine Anzahlung von 10.000 Yuan erforderlich ist. Vorbestellungen werden vorrangig ausgeliefert.
Das sind große Zahlen für ein Auto, das von einem Smartphone-Hersteller hergestellt wird, und der Xiaomi SU7 macht einen noch größeren Eindruck auf die Menschen. Jim Farley, der Vorstandsvorsitzende von Ford, fährt seit einigen Monaten eine Normalversion des SU7 und sagte kürzlich, er wolle es nicht mehr hergeben.
Es besteht kein Zweifel daran, dass chinesische Autohersteller alle Register ziehen, um mit ihren westlichen Konkurrenten zu konkurrieren, einschließlich des Wunsches, auf der legendären Nürburgring-Nordschleife zu dominieren.
Quelle: Xiaomi
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