Porsche arbeitet an einer neuen Performance-Version des Taycan und die hat gerade einen Nürburgring-Rekord aufgestellt. Leistungsdaten ist uns der Hersteller jetzt zwar immer noch schuldig, aber zumindest die Zeit wurde verraten. Das Vorserienfahrzeug umrundete den Ring in 7:07,55 Minuten. Damit ist er der schnellste E-Porsche auf der Nordschleife. Und die bisherige Rekordzeit des Tesla Model S Plaid wurde auch um 17,681 Sekunden unterboten.

Die Zeit des noch namenlosen Über-Taycan ist außerdem 26 Sekunden schneller als die des aktuellen Taycan Turbo S und liegt in unmittelbarer Nähe der Zeit des Rimac Nevera von 7:05,298. Der Porsche wurde leicht modifiziert, um ihn sicherer und renntauglicher zu machen. So wurden Rennschalensitze und ein Überrollkäfig eingebaut. Mehr nicht.

Bildergalerie: Porsche Taycan Vorserienfahrzeug mit neuem Nürburgring-Rundenrekord

Nach Angaben von Porsche wird Mitte März ein Video von der Fahrt veröffentlicht. Wahrscheinlich wird es dann auch mehr Informationen über das Auto selbst geben sowie eine Überarbeitung der gesamten Taycan-Baureihe.

Die Spekulationen über die neue Power-Limousine sind in vollem Gange. Wahrscheinlich wird sie Taycan Turbo GT heißen und Gerüchten zufolge mit einem Dreimotoren-Antriebsstrang mit rund 1.000 PS ausgestattet sein. Ein zusätzlicher Motor an der Hinterachse soll nicht nur ein besseres Wärmemanagement, sondern auch eine fortschrittliche Traktionskontrolle ermöglichen.

Es ist unklar, ob in dieser Ausstattungsvariante eine neue Batterie verbaut wurde, aber eine Änderung der Zellchemie oder des Designs, um lange Hochstromstöße besser zu unterstützen, wäre notwendig, wenn das Taycan Turbo S-Paket nicht ausreicht. Siliziumkarbid-Inverter sind eine weitere mögliche Änderung, denn Porsche hat bereits angekündigt, diese Technologie an der Hinterachse des neuen elektrischen Macan einzusetzen.

Diese Änderung wird einen effizienteren Betrieb bei höheren Dauerströmen ermöglichen, die auf Strecken wie dem Nürburgring erforderlich sind. Der ebenso wichtige Teil dieses Rekords ist nämlich seine Wiederholbarkeit. Porsche gibt an, dass sein Entwicklungsfahrer Lars Kern mehrere Runden gedreht hat, die alle fast exakt die gleiche Zeit hatten.