800-PS-G-Klasse auf Stelzen gefällig? Brabus macht's möglich
Der neue XL 800 überlebt Apokalypsen und/oder die Trainingsgelände von Bundesligisten
Fürchten Sie die Apokalypse? Oder sehr hohe Randsteine im Nobelviertel der Großstadt Ihrer Wahl? Keine Sorge, es gibt eine Lösung: Brabus hat einen sehr mächtigen (und hohen) Mercedes-AMG G 63 gebaut. Sagen Sie Hallo zum neuen XL 800.
Der Clou für alles, was einem die Umwelt oder die Prachtstraße im Nobelort entgegenwirft: Portalachsen! So gewinnt der XL-G satte 229 Millimeter an Bodenfreiheit. Insgesamt sind es nun 470 Millimeter. Brabus machte noch keine Angaben zu Wattiefe, Böschungs- oder Rampenwinkeln, aber wir vermuten, die Antwort lautet jeweils: gigantisch.
Bildergalerie: Brabus XL 800 auf Basis Mercedes-AMG G 63 (2025)
Damit Sie nicht nur über alles und jeden drüber kommen, sondern das auch irrsinnig schnell, flößen die Bottroper dem 4,0-Liter-Biturbo-V8 des 63ers eine handfeste Dosis Extra-Leistung ein. Dank neuer Turbos, einer überarbeiteten Motorsteuerung sowie einer Edelstahl-Sportabgasanlage mit Carbon-Endrohren, bringt es der Achtzylinder nun auf 800 PS und 1.000 Nm Drehmoment.
Vierstelligkeit hilft in diesem Bereich, wenn man es mit einem gut 2,5 Tonnen schweren Gelände-Hochhaus zu tun hat. Sie hilft sogar sehr, wie die Fahrleistungen zeigen. Von 0-100 km/h geht es in 4,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Dafür können Sie wiederum die Portalachsen verantwortlich machen, allerdings sind 210 km/h in dieser Etage sicher auch ein gewisses Abenteuer.
Wobei: Natürlich hat Brabus extra für den XL 800 ein titanbeschichtetes, adaptives Alu-Gewindefahrwerk entwickelt. Zudem steht das selbsternannte Offroad-Supercar auf 9,5x22 Zoll großen Rädern mit 325/55er-Bereifung.
Ohne Breitbau-Bodykit geht bei Brabus selten was und auch hier wird seitlich mächtig aufgesattelt. Viel Carbon, ein neuer Dachflügel, eine Lichtleiste auf dem Dach, ein Frontbügel und eine Seilwinde mit 4.500 Kilo Zugkraft komplettieren den wilden Umbau.
Auch innen macht der Brabus XL 800 typische Brabus-Dinge. Beispiel gefällig: Sicht-Carbon-Sonnenblenden und eine Dachinstrumentenkonsole, die die Passagiere auf den Rücksitzen über die gefahrene Geschwindigkeit, Uhrzeit und Datum auf dem Laufenden hält. Ansonsten warten Unmengen an extrem detailverliebt gearbeitetem Leder in "Slate Grey" mit wahnsinnig aufwendiger Steppung und das bis tief hinein in den Kofferraum. Dynamica (früher mal Alcantara oder Wildleder) findet sich an den Säulen und dem Dachhimmel.
Der Preis für die Apokalypse-taugliche Offroad-Hochgeschwindigkeitsfräse: wie das Auto ausgesprochen hoch. Gut 639.000 Euro müssen Sie ausgeben. Dafür könnte man wohl auch einfach einen Bunker bauen, aber der ist nicht so schnell.
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