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Verrückt: Brabus baut jetzt eine Insel

Die in Abu Dhabi gelegene Brabus-Insel wird vier Wohntürme, 100 Villen und einen Blick aufs Wasser bieten.

Brabus Island Abu Dhabi

Bild von: Brabus

Christopher Otto Christopher Otto

Von: Christopher Otto

3. Mai 2025 um 10:52 Uhr

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Autos tun es nicht mehr. Jetzt bauen sie gleich Inseln. Während Aston Martin, Porsche und bald auch Bentley, Mercedes-Benz und Pagani damit beschäftigt sind, ihre Logos an Hochhäuser in Miami zu kleben, geht Brabus einen Schritt weiter – und zwar ziemlich radikal. In Abu Dhabi entsteht Brabus Island: eine komplett dem Tuning-Imperium gewidmete Luxusinsel, wie gemacht für den gut betuchten Tuningfreak von heute.

Normalerweise ist Brabus ja ein Anbieter von sehr individuellen Mobilitätslösungen, wenn auch eher für Interessenten, die damit nicht unbedingt eine Bahncard verbinden. Zum Immobilienanbieter zu werden, ist daher schon ein großer Schritt. Auch wenn man sich angesichts der Autopreise von Brabus schon in den gleichen finanziellen Sphären bewegt. Für die mehr als 500.000 Euro, die beispielsweise ein Brabus 900 Rocket R kostet, bekommt man ein veritables Eigenheim am See, oder wahlweise auch ein Micro-Appartment in Berlin-Friedrichshain.

Brabus Island Abu Dhabi

Brabus Island Abu Dhabi

Brabus Island Abu Dhabi

Bilder von: Brabus

Brabus will aber nicht etwa die Wohnungsnot in Deutschland lindern. Im Gegenteil: Die Insel entsteht in Al Seef District, nur ein paar Minuten vom Zayed International Airport entfernt, mitten in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Dimension: über 100.000 Quadratmeter – also mehr als ein durchschnittliches Formel-1-Fahrerlager mal fünf.

Die Idee: Vier Hochhäuser mit jeweils bis zu 350 Apartments und Townhouses, dazu rund 100 freistehende Villen, alle direkt am Wasser oder am Strand. Das Ganze wirkt wie eine Mischung aus James-Bond-Filmkulisse und Architektur-Broschüre für Menschen, denen der Sprung vom G-Klasse-Cockpit in den Infinity-Pool möglichst nahtlos gelingen soll.

Die Architektur will laut Brabus die hauseigene „Designphilosophie“ widerspiegeln. Tatsächlich sehen die Renderings eher nach typischer Premium-Immobilie aus – viel Glas, viel Geradlinigkeit, dazu vereinzelt ein Brabus-Logo. Die Ausstattung soll wie bei den Fahrzeugen maximal individualisierbar sein. Wobei man sich farblich bescheiden gibt: Zur Auswahl stehen Schwarz („Black and Bold“), Weiß („White Bliss“) und Grau („Gray Haven“) – Farbspektrum im Stil einer Tiefgaragenwand, aber mit deutlich teureren Materialien.

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Die Apartments reichen von Zwei- bis Vierzimmer-Einheiten mit Größen zwischen 100 und 460 Quadratmetern. In den Türmen trifft Penthouse-Attitüde auf Tuning-Ethos, die freistehenden Villen sind das Nonplusultra für alle, denen eine Suite im Emirates Palace zu unpersönlich wirkt.

Brabus-Chef Constantin Buschmann gibt sich euphorisch: Brabus Island sei „Meilenstein und logische Weiterentwicklung“ zugleich. Fast 50 Jahre habe man Produkte entwickelt, die Menschen bewegen – „emotional, viszeral, physisch“. Nun gestalte man zum ersten Mal nicht nur Fahrzeuge für ein Lebensgefühl, sondern das Lebensgefühl selbst. Abu Dhabi sei dafür genau der richtige Ort. Wie das der leider verstorbene Firmengründer - und Auto-Legende - Bodo Buschmann gesehen hätte? 

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Ob die Insel später auch eine Werkstatt mit Leistungsprüfstand bekommt, ist noch offen. Auch über Preise und Baubeginn schweigt sich Brabus derzeit aus – wobei letzteres wohl sowieso nur für Menschen relevant ist, die keine eigene Zeitrechnung führen. Denn wer auf Brabus Island wohnen will, fragt nicht nach dem Preis. Der bestellt. 

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