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PKW-Neuzulassungen im Januar 2025: Leichtes Minus, aber VW wächst

Starkes Wachstum bei den reinen Elektroautos

Volkswagen Golf 8
Bild von: Volkswagen

2024 wurden in Deutschland 2,8 Millionen PKW neu zugelassen. In wirtschaftlich angespannten Zeiten ist dieses Minus von einem Prozent überschaubar. Klar ist aber auch: Die Zulassungszahlen liegen noch immer deutlich unter Vor-Corona-Niveau. Wird 2025 besser? Die ökonomischen Aussichten sind nach wie vor mehr als trüb. Umso spannender ist jetzt der erste Blick des neuen Jahres auf die Autoverkäufe im deutschen Markt. 

Die Gefühle sind gemischt. Insgesamt verzeichneten die Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) im Januar 2025 mit 207.640 Einheiten einen Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 63,9 Prozent (-12,1 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 33,0 Prozent (+9,7 %) privat zugelassen.

Elektroautos und Hybride legen deutlich zu

Es gibt aber auch einige Gewinner. Der größte davon ist sicher die Elektromobilität, denn im Vergleich zum Januar 2024 stiegen die Verkäufe bei den rein Elektrischen um 53,5 Prozent. 34.498 Neuzulassungen bedeuten einen starken Marktanteil von 16,6 Prozent. Noch wuchtiger im Markt sind die Hybride. 76.964 Zulassungen bedeuten ein Plus von 15,7 Prozent und einen Marktanteil von 37,1 Prozent. Darunter waren 17.712 Plug-in-Hybride (+23,1 Prozent; Marktanteil: 8,5 Prozent).  

62.358 Pkw waren mit einem Benzinmotor (-23,7 Prozent; Marktanteil: 30 Prozent) und 32.956 Pkw mit einem Dieselantrieb (-19,5 Prozent; Marktanteil: 15,9 Prozent) ausgestattet. Für die Antriebsarten Erdgas und Wasserstoff wurden keine Neuzulassungen registriert.

Volkswagen legt zu, Porsche verliert stark

Unter den deutschen Marken erreichten Volkswagen (+11,6 %; Marktanteil: 22,3 %), Ford (+3,9 %; Marktanteil: 3,7 %), Mini (+3,8 %/1,1 %) und BMW (+0,9 %/7,8 %) Steigerungen. Die weiteren deutschen Marken verbuchten gegenüber dem Vergleichsmonat teils deftige Rückgänge, die bei Smart (-58,5 %/0,2 %), Opel (-45,1 %/3,3 %) und Porsche (-37,2 %/1,1 %) am deutlichsten ausfielen. Mercedes (-7,5 %/9,5 %) und Audi (-5,1 %/7,1 %) büßten Rückgänge im einstelligen Bereich ein.

Totgesagte leben länger heißt es bei Seat. Bei den Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen legte die spanische VW-Tochter mit +37,5 Prozent und einem Anteil von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat am deutlichsten zu. Skoda hingegen lag mit -1,0 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats, war mit 8,0 Prozent jedoch anteilstärkste Importmarke.

Bei den volumenstärkeren Importmarken konnten auch Renault (+38,1 %/2,0 %), Volvo (+33,0 %/2,6 %), Kia (+2,5 %/2,4 %) und Peugeot (+1,5 %/2,4 %) zulegen. Rückgänge verzeichneten dagegen die Marken Hyundai (-5,2 %/3,0 %), Dacia (-13,6 %/2,8 %) und Toyota (-19,0 %/2,6 %).

SUVs weiter auf dem Vormarsch

Auch wenn das gefühlte Image mies ist, der SUV-Boom hält unvermindert an. Mit einem Anteil von 30,6 Prozent waren die meisten Neuwagen einmal mehr den SUVs zuzuordnen (+5,9 %). Die Kompaktklasse erreichte trotz eines Rückgangs von 16,6 Prozent einen Anteil von 17,4 Prozent und war damit das zweitstärkste Segment vor den Geländewagen (13,4 %/-2,5 %) und den Kleinwagen (10,9 %/-7,5 %). Die Obere Mittelklasse (5,3 %/+98,8 %) konnte hingegen die meisten Zugewinne verzeichnen, gefolgt von den Utilities (5,4 %/+36,6 %) und Mini-Vans
(0,9 %/+6,7 %).

Die Segmente Minis (2,2 %/-40,3 %), Sportwagen (0,7 %/-35,4 %), Mittelklasse (7,7 %/-18,8 %), Oberklasse (0,7 %/-17,5 %), Wohnmobile (1,7 %/-3,6 %) und Großraum-Vans (2,4 %/-3,4 %) lagen demgegenüber hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.