Europäische Neuzulassungen im September 2024: Wenig Wachstum
Elektroautos laufen immer noch schlecht ...
Der Automarkt in Europa hat sich im September leicht erholen können. Aber er befindet sich immer noch in einem schlechten Zustand. Die Zulassungen in Westeuropa (EU-EFTA-UK) erreichten 1.118.083 Einheiten, ein Minus von 4,2 Prozent gegenüber September 2023 und 13 Prozent unter dem Vorkrisenniveau (2019).
Trotz des negativen Vorzeichens kann man aber von einer "Erholung" sprechen, denn im Sommer war es noch schlimmer gewesen (-16,5 % im August) und das erste Halbjahr 2024 endete mit einem bescheidenen Wachstum (4,4 %).
Nun sprechen die Zahlen von Januar bis September von 9.779.605 Zulassungen, mit einem Wachstum von einem Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2023, aber einem Rückgang von gut 20,5 % gegenüber der Situation vor der Krise (Januar-September 2019) und mit ungewissen Aussichten.
ANFIA geht davon aus, dass das Jahr 2024 mit rund 12.700.000 Zulassungen abschließt. Also mit einem Rückgang von bis zu 1,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Marktanteile nach Kraftstoff
Die treibenden Kräfte in Westeuropa waren im September das Vereinigte Königreich (1 %) und Spanien (6,3 %), wo die Rabattpolitik stärker als in anderen Ländern zum Kauf anregte. Deutschland als wichtigster Markt verzeichnete im September einen Rückgang um 7 %, Frankreich (-11,1 %) und Italien (-10,7 %).
Auf allen nationalen Märkten der Region blieben die Unternehmen die Hauptkäufer, und während die Verkäufe von Elektroautos gering ausfielen (das Volumen sank seit Jahresbeginn um 5,8 % und der Gesamtmarktanteil ging von 14 % im Vorjahr auf 13,1 % zurück), gingen die Zulassungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen im September ebenfalls um beachtliche 22,3 % zurück.
Der Absatz von Benzinern ging im selben Monat um 17,9 % zurück, wobei alle vier Schlüsselmärkte zweistellige Rückgänge verzeichneten: Frankreich (-31,9 %), Italien (-23,3 %), Deutschland (-15,2 %) und Spanien (-10,7 %). Der Anteil der Benziner am Markt ist von 34 % im Vorjahresmonat auf 29,8 % gesunken. Der Markt für Dieselfahrzeuge ging ebenfalls zurück. Und zwar um 23,5 %, während der Anteil im September bei 10,4 % lag.
Wer ist gestiegen und wer ist gesunken?
Trotz des Rückgangs der Nachfrage nach Elektroautos konnte Tesla im September 2024 immer noch mehr Autos als im Vorjahresmonat zulassen (31.555 Einheiten, 31,2 %). Stellantis hingegen schnitt mit 27,1 % weniger Fahrzeugen schlecht ab und verlor Marktanteile (von 19,2 % im September 2023 auf 14,9 %). Erhebliche zweistellige Rückgänge gab es auch für SAIC Motor, Nissan, Mazda und Jaguar Land Rover.
| EU (plus EFTA & UK) | Anteil in % September 2024 | Anteil in % September 2023 | Veränderung der zugelassenen Einheiten im September 2024/2023 |
| VW AG | 26,8 % | 25 % | +0,3 % |
| Stellantis | 14,9 % | 19,2 % | -27,1 % |
| Renault-Gruppe | 10,9 % | 10,4 % | -1,5 % |
| Hyundai-Gruppe | 7,8 % | 8,2 % | -11,4 % |
| BMW Group | 7,6 % | 6,6 % | +7,6 % |
| Mercedes-Benz | 6,1 % | 6,1 % | -7,3 % |
| Ford | 3,2 % | 3,3 % | -9,8 % |
| Volvo Cars | 2,3 % | 1,9 % | +16,1 % |
| Tesla | 3,9 % | 2,8 % | +31,2 % |
| Nissan | 1,6 % | 1,9 % | -20,3 % |
| Suzuki | 1,7 % | 1,8 % | -11,5 % |
| SAIC Motor | 1,3 % | 1,6 % | -25,6 % |
| Mazda | 1,3 % | 1,6 % | -24 % |
| Jaguar Land Rover | 0,5 % | 0,7 % | -30,7 % |
| Mitsubishi | 0,4 % | 0,4 % | -13,8 % |
| Honda | 0,4 % | 0,5 % | -19 % |
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