Fortnite im Auto: Mercedes verkündet Partnerschaft mit Boosteroid
Die Cloud-Gaming Plattform hält zahlreiche Triple-A-Games bereit ...
Der feuchte Traum der 2000er Tuning Szene, die heimischen Games von der Couch mit ins Auto zu nehmen, wird langsam Wirklichkeit. War es damals noch eine PlayStation 2, die irgendwie in den aufwendigen Innenraum-Umbau integriert und an den Mini-Bildschirm des ausfahrenden Alpine-Radios geklemmt wurde, ziehen nun immer mehr Games in die Interieurs der Autohersteller.
Während bei vielen jedoch lediglich das zocken von einfach strukturierten Casual-Games möglich ist, beispielsweise über den Anbieter Airconsole, setzt Mercedes jetzt mit Boosteroid auf eine Cloud-Gaming Plattform, die neben Indie Games auch einige Triple-A-Games bereithält.
Bildergalerie: Mercedes verkündet Partnerschaft mit Boosteroid
Mercedes will ab dem nächsten Jahr mit dem Anbieter Boosteroid zusammenarbeiten und die App des Gaming-Anbieters in das "MBUX Entertainment Package Plus" integrieren.
"Gemeinsam mit Boosteroid bieten wir ein noch attraktiveres Gaming-Erlebnis in unseren Mercedes-Benz Fahrzeugen. Der cloudbasierte Ansatz ist die ideale Lösung, um unseren Kundinnen und Kunden sowie Videospiel-Fans Triple-A-Gaming zu ermöglichen", so Magnus Östberg, Chief Software Officer bei Mercedes-Benz.
Um sich die Zeit während einer Pause zu vertreiben, finden sich im Katalog des Cloud-Gaming-Anbieters sowohl beliebte, als auch von Kritikern ausgezeichnete Videospiele wie GTA V, Hogwarts Legacy, Red Dead Redemption 2, Elden Ring, Dauerbrenner wie Fortnite, Roblox, Among Us und Rocket League, aber auch Indie-Perlen wie Stardew Valley und Slay the Spire.
Der Zugang zu den Spielen erfolgt über ein Abo-Modell, das jedoch nicht nur im Auto genutzt werden kann. Zugriff auf die Boosteroid-App gibt es ebenfalls über PC, Laptop, Smartphone oder Smart-TV. Zudem ist die Koppelung mit einem Controller möglich.
Derzeit befindet sich die Boosteroid-App noch in der Beta-Testphase und soll 2025 in Europa sowie Nord- und Südamerika verfügbar sein. In der Vergangenheit stieß das noch immer neue Konzept oftmals an seine technischen Grenzen, weshalb Plattformen wie Magenta Gaming oder Google Stadia schon nach kurzer Zeit ihre Services wieder vom Markt nahmen.
Da die Spiele beim Cloud-Gaming nicht lokal installiert, sondern über einen Server zum Endgerät gestreamt werden, zeigten sich je nach Bandbreite immer wieder Probleme in Aussetzern oder zeitverzögerten Abläufen der Spiele. Grund dafür ist die hohe Datenmenge, die zum Spielenden transferiert werden muss.
Mit solchen Problemen kämpfen derzeit selbst etablierte Kräfte am Markt wie Microsoft mit ihrer Xbox Cloud. Ob Mercedes und Boosteroid das besser hinbekommen, kann in dieser Woche auf der Gamescom in Köln in einer E-Klasse oder spätestens 2025 getestet werden.
Quelle: Mercedes
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