Der europäische Automobilmarkt (EU+UK+EFTA) ist mit einem Aufschwung in das neue Jahr gestartet. Nach einer Verlangsamung im Dezember 2023 stiegen die Zulassungen im letzten Monat im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 % auf 851.689 Einheiten an.

Besonders interessant ist, dass Hybridmodelle weiterhin die zweitbeliebteste Wahl der Käuferinnen und Käufer sind (mit einem Marktanteil von fast 30 %), während Elektroautos auf 10,9 % kommen (im letzten Jahr lag der Anteil bei 9,5 %).

Alle großen Märkte verzeichneten ein deutliches Wachstum: Deutschland (+19,1 %), Italien (+10,6 %), Frankreich (+9,2 %) und Spanien (+7,3 %).

Marktanteile nach Kraftstoff

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Markt für Benzinfahrzeuge um 4 % wuchs, was vor allem auf die Entwicklung in Schlüsselmärkten wie Italien (+26,7 %) und Deutschland (+16,9 %) zurückzuführen ist. Der Marktanteil von Benzinern blieb mit 35,2 % zwar weiterhin führend, sank jedoch von 37,9 % im gleichen Monat des Jahres 2023.

Der Rückgang der Dieselfahrzeuge setzte sich deutlicher fort (-4,9 %) und der Marktanteil lag bei 13,4 % (2023 lag er noch bei 15,8 %). Hybridfahrzeuge profitierten weiterhin von dieser Entwicklung, die um 23,5 % zunahm, angetrieben durch ein deutliches Wachstum auf den vier wichtigsten Märkten: Spanien (+26,5 %), Frankreich (+29,9 %), Deutschland (+24,3 %) und Italien (+14,2 %). Dies führte zum Verkauf von 245.068 Einheiten im ersten Monat des Jahres 2024 (28,8 % Marktanteil).

Die Verkäufe von Elektroautos stiegen dagegen um 28,9 % auf 92.741 Einheiten (10,9 % Marktanteil), und die Verkäufe von Plug-in-Hybriden erholten sich nach einem Rückgang im Dezember 2023 und stiegen um 23,8 % auf 66.660 Einheiten (7,8 % Marktanteil).

Zahlen für Januar 2024

  • Benziner: 35,2 %
  • Hybrid (MHEV+HEV): 28,8 %
  • Diesel: 13,4 %
  • Elektrisch (BEV): 10,9 %
  • Plug-in-Hybrid (PHEV): 7,8 %
  • Andere (Flüssiggas, Methan, Ethanol, Wasserstoff): 3,9 %

Wer steigt und wer sinkt

Die Marke mit dem stärksten Wachstum war im Januar Mitsubishi (+96,8 %), die 4.911 Einheiten verkaufte, gegenüber 2.496 im Vorjahr (der neue Colt ist hier die treibende Kraft). Beachtlich ist auch der sprunghafte Anstieg bei Tesla (+86,3 %), das nun 17.493 Einheiten ausgeliefert hat (9.390 im Januar 2023). Als nächstes folgt das zweistellige Wachstum von Nissan (+38 %), das 26.839 Autos im ersten Monat des Jahres 2024 ausgeliefert hat, verglichen mit 19.451 im letzten Jahr.

Mitsubishi Colt (2023)

Mitsubishi Colt (2023)

Betrachtet man die größeren Volumina, so ist festzustellen, dass die Marke Volkswagen nach wie vor an der Spitze steht, allerdings mit einem Rückgang von 5,2 % auf 95.498 Einheiten gegenüber 100.770 im letzten Jahr. Innerhalb der Stellantis-Gruppe ist die meistverkaufte Marke weiterhin Peugeot (57.447 Einheiten; +22,8 %).

Der Bericht für Januar 2024

Marken im Plus Marken im Minus
Mitsubishi (+96,8 %) Mazda (-15,9 %)
Tesla (+86,3 %) Mercedes-Benz (-10,6 %)
Nissan (+38 %) Ford (-6,1 %)
BMW Gruppe (+29,7 %) Renault-Konzern (-2,1 %)

Honda (+27,2 %)

 
SAIC Motor (+26,9 %)  
Suzuki (+25,4 %)  
Jaguar Land Rover (+25,3 %)  
Volvo Autos (+25,2 %)  
Stellantis (+16,9 %)  
Toyota-Konzern (+9,2 %)  
Volkswagen-Konzern (+8,1 %)  
Hyundai-Konzern (+1,2 %)  

Die Rangliste nach Marken und Konzernen

Betrachtet man die Ergebnisse der Konzerne, so stellt man fest, dass nur einige wenige einen Rückgang gegenüber Januar 2023 zu verzeichnen haben. Den größten Verlust an zugelassenen Einheiten musste Mazda (-15,9 %) hinnehmen, die von einem Anteil von 1,6 % im Januar 2023 auf einen Anteil von 1,2 % im Januar 2024 zurückgingen.

An der Spitze der Rangliste steht der Volkswagen-Konzern (+8 ,1 %), dessen Anteil bei 25,4 % lag mit insgesamt 258.402 ausgelieferten Fahrzeugen; Stellantis (+16,9 %) mit einem Anteil von 18% und die Renault-Gruppe (-2,1 %) mit einem Anteil von 9,2 % (es sei darauf hingewiesen, dass die Marke Dacia mit 51.673 Auslieferungen in diesem Monat um 7,7 % zugelegt hat; Renault ist mit 41.050 Auslieferungen um 12,2% zurückgegangen; Alpine ist von 177 auf 212 Einheiten gestiegen und verzeichnet einen Anteil von 19,8 %).