Es ist jetzt fast vier Jahre her, dass Audi die aktuelle Generation des S3 auf den Markt gebracht hat. Es ist also Zeit für ein Facelift. Und die Neuauflage des kompakten Performance-Modells wurde nun als Fünftürer und Limousine vorgestellt. Allerdings noch in einer Audi Sport-Tarnung. Was wir schon wissen? Für ein einfaches Update ohne Generationswechsel gibt es erstaunlich viele Änderungen.

Das Herzstück des neuen S3 ist eine überarbeitete Version des bekannten 2,0-Liter-Turbobenziners. Der TFSI-Vierzylinder leistet jetzt 333 PS und verfügt über ein Drehmoment von 420 Newtonmetern. Damit hat er gegenüber dem Vorgängermodell um satte 23 PS und 20 Nm zugelegt und passt perfekt zum mechanisch verwandten Sondermodell VW Golf R 333.

Bildergalerie: Audi S3 Prototyp (2024)

Der angepasste Motor ist an ein ebenso überarbeitetes 7-Gang-DSG gekoppelt, dessen Schaltzeiten sich bei voller Beschleunigung halbiert haben sollen. Vielleicht noch wichtiger ist aber der vom RS 3 übernommene hintere Torque Splitter. Auch wenn der S3 keinen speziellen Driftmodus hat, dürfte er mit der neuen Hardware also mehr Spaß machen.

Und weil aus großer Kraft große Verantwortung folgt, spendiert Audi dem überarbeiteten S3 auch größere Bremsen an der Vorderachse. Die Stahlscheiben haben einen Durchmesser von 357 mm und sind damit um 34 mm größer und um 4 mm dicker geworden. Die vorderen Scheiben werden von neuen Doppelkolben-Bremssätteln umarmt und sind mit vergrößerten Belägen ausgestattet. Für die 19-Zoll-Räder hat Audi in Zusammenarbeit mit Falken außerdem einen neuen, griffigeren Reifensatz der Dimension 235/35 entwickelt.

Abgesehen von den stärkeren Bremsen erhält die Vorderachse ein neues Drehlager am MacPherson-Federbein sowie steifere Querlenker. Zusammen mit einer weiterentwickelten Progressivlenkung und neu abgestimmten Dämpfern ist der S3 nach Angaben des Herstellers jetzt schärfer als je zuvor.

Die vollständige Enthüllung ist für das zweite Quartal 2024 geplant, wenn Audi die gesamte aktualisierte A3-Familie vorstellen wird. Hier erwarten wir ähnliche Anpassungen wie unlängst beim Facelift des VW Golf. Der RS 3 wird ebenfalls überarbeitet, möglicherweise mit mehr Leistung aus dem 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbobenziner. Die Ingolstädter haben dazu bereits angedeutet, dass der Motor so überarbeitet werden könnte, dass er mehr als die derzeitigen 400 PS leistet.