Brabus ist zuletzt ein bisschen ausgeschert und hat - oh Schreck! - auch mal ein paar Modelle frisiert, die keinen Stern tragen. Nun aber kehrt der Veredler aus Bottrop zu seiner ersten großen Liebe zurück und sprenkelt ein bisschen Brabus-Magie über die neue Mercedes C-Klasse. Über Limousine und T-Modell wohlgemerkt. 

Das neue Paket kommt mit allen Schikanen, sprich: Optische Upgrades außen wie innen und dazu Leistungssteigerungen für Benziner und Diesel. 

Brabus startet seine Umbauaktion mit der AMG Line-Version (ganz ohne AMG geht es dann doch nicht). Für das ab Werk verfügbare Sportpaket hat man Frontspoilerecken entwickelt, die aussehen wie Flaps und bei hohem Tempo sogar Vorteile in puncto Auftriebsreduzierung haben sollen.

Dazu gibt es Fronteinsätze für die beiden seitlichen Lufteinlässe mit LED-Auffindeleuchten, die bei Annäherung ans Fahrzeug durch das Keyless-Go-System aktiviert werden.

Für die Limo kriegen sie obendrein einen Heckspoiler, der den Auftrieb an der Hinterachse verringern soll. Für vier Endrohre muss man eigentlich zum neuen AMG C 43 greifen. Brabus schraubt ihnen die 90 Millimeter-Endrohre auch an die Serienauspuffanlage Ihrer normalen C-Klasse. Maßgeschneiderte Träger sollen eine optimale Integration in den hinteren Stoßfänger garantieren.

Räder kriegen Sie beim Brabus natürlich auch. Im Falle der C-Klasse hat der Tuner 18-, 19- oder 20-Zoll-Felgen im Angebot. Die beiden hier abgebildeten Fahrzeuge sind mit sogenannten Monoblock Z Leichtmetallfelgen ausgerüstet.

Auf dem T-Modell kommen die Zehnspeichenräder wegen der höheren Traglast auf der Hinterachse maximal im Format 8.5Jx19 rundum zum Einsatz. Für die Bereifung wurde die Kombination 225/40 ZR 19 und 255/35 ZR 19 gewählt. Für die C-Klasse Limousine sind auch 8.5Jx20 Räder rundum und Pneus der Dimensionen 225/35 ZR 20 und 255/30 ZR 20 zugelassen.

Für weniger Luft zwischen Rad und Radhaus verbaut Brabus Sportfedern, welche den C-Benz je nach Basisauto zwischen 20 und 30 Millimeter tieferlegen.

Sollte Ihnen Ihr C 300 oder C 300d zu schlapp vorkommen, kann der Tuner aus dem Ruhrpott für Linderung sorgen. Der 300er-Benziner mutiert dank Zusatzsteuergerät mit speziellen Kennfeldern für Einspritzung, Zündung und Ladedruckregelung zum B30 mit 42 PS Mehrleistung. Das bedeutet 300 PS statt der bisherigen 258 PS und 450 Nm statt 400 Nm Drehmoment. Brabus verspricht eine Sprintzeit auf 100 km/h von 5,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Für den größten Diesel gibt es 45 PS und 50 Nm oben drauf. 310 PS und 600 Nm sind es damit insgesamt. So gedopt soll der C 300d in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 marschieren. 

Traditionell haut Brabus auch im Interieur ordentlich auf den Putz. Für den C kriegen Sie unter anderem Aluminium-Pedale, richtig schnieke Fußmatten und Kofferraummatten sowie komplette Innenausstattungen in Leder und Alcantara.

Bildergalerie: Mercedes C-Klasse 2022 von Brabus