Die Farbe Tang Orange Pearl ist eine Reminiszenz an den originalen Koenigsegg CCX.

$443,400 (etwa 376.000 Euro) – das ist nicht der Preis des Jesko, sondern der Betrag einer einzelnen Option (der Vollcarbon-Karosserie). Wir reden hier aber auch von einem Auto, das laut Koenigsegg 531 km/h schnell wird. Und das ohne spezielle Reifen. Die Schweden sagen, es ist der schnellste Wagen, den sie je bauen werden. Die sogenannte "Absolut"-Version soll der ultimative Geschwindigkeitskönig aus Ängelholm sein.  

Allein aufgrund dieser Fakten kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass der Jesko als eines der interessantesten Hypercars in die Geschichte eingehen wird. Fast zweieinhalb Jahre nach seinem Debüt entert der Ersatz für den Agera RS nun die Serienproduktion. Lediglich 125 Exemplare werden gebaut und alle waren bereits vor der Vorstellung auf dem 2018er Autosalon von Genf verkauft. 

Zur Feier des Produktionsstarts hat Koenigsegg nun äußerst schmackhaftes Bildmaterial eines Vorserien-Prototypen veröffentlicht. Das Auto trägt den Farbton Tang Orange Pearl und kommt mit Akzenten und Silber und Carbon. Der Jesko auf diesen Fotos ist die reguläre Version, nicht der Absolut. Mit seinem orangefarbenen Finish ist er eine Reminiszenz an den originalen CCX von 2006. Innen wird das Orange-Carbon-Thema weitergeführt. 

Der Jesko ist übrigens nach dem Vater von Firmengründer und-CEO Christian von Koenigsegg benannt. Die Auslieferungen sollen im Frühjahr 2022 starten. Der Grundpreis beträgt umgerechnet gut 2,4 Millionen Euro. Ein vollausgestatteter Jesko Absolut überschreitet aber auch gerne mal die 3,4-Millionen-Euro-Marke, was ihn in der Rangfolge der teuersten Serienfahrzeuge sehr weit nach oben spült. 

Für Vortrieb sorgt ein 5,0-Liter-Biturbo-V8 mit 1.280 PS und 1.000 Nm Drehmoment. Betankt man das gute Stück mit E85-Sprit, werden daraus 1.600 PS und 1.500 Nm. Nicht minder beeindruckend ist die technische Meisterleistung bezüglich des Getriebes, das über nicht weniger als sieben Mehrscheiben-Nasskupplungen verfügt. Offiziell wurde das Biest auf den Namen "Koenigsegg Light Speed Transmission" (LST) getauft. Zwischen den neun Vorwärtsgängen soll es mit "nahezu Lichtgeschwindigkeit" wechseln. Der Jesko liefere "nahtlose Be- und Entschleunigung", sagt der Autobauer. 

Alle Zutaten für einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Serienfahrzeuge scheinen auf dem Tisch zu liegen. Vorausgesetzt, Hennessey mit seinem Venom F5 und SSC mit dem Tuatara lassen sich nicht noch irgendetwas Spektakuläres einfallen. Bugatti hat bereits verkündet, aus der Highspeed-Rekordjagd auszusteigen. Der 440 km/h schnelle Chiron Super Sport könnte also der letzte seiner Art sein. 

Bildergalerie: Koenigsegg Jesko Vorserien-Prototyp