CEO Winkelmann verrät in einem Interview einige gute Nachrichten

Ende Mai tauchten Berichte auf, wonach der VW-Konzern ein Angebot zum Verkauf von Lamborghini für 9,2 Milliarden Dollar erhalten haben soll, das angeblich von einer Schweizer Investmentgruppe stammt. Dafür könnte es einen guten Grund geben, denn der Autobauer aus Sant'Agata Bolognese floriert mehr denn je.

In der Tat sagte Lamborghini, dass man für 2021 fast ausverkauft sei, wobei 10 Monate der Produktionskapazität bereits verbraucht sind. Das sagte der CEO der Marke, Stephan Winkelmann, in einem Interview auf der Milano Monza Auto Show.

Winkelmann verriet, dass Lamborghini im Jahr 2021 ein starkes Wachstum anstrebt – eine gewagte Aussage, wenn man bedenkt, dass wir noch nicht einmal das Ende des ersten Halbjahres erreicht haben.

Bildergalerie: Lamborghini: Hybrid und EV

Bemerkenswert ist, dass Lamborghini das Jahr 2020 als sein zweitbestes Jahr überhaupt abschließen konnte. Und das trotz eines zweimonatigen Werksstillstandes aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Die Auslieferungen von Lamborghini sind laut einem Automotive News-Bericht im ersten Quartal 2021 um fast 25 Prozent gestiegen.

Ein großer Teil des Erfolges kann dem Urus zugeschrieben werden. Der größte Markt für Lamborghini ist übrigens die USA. Danach folgt bereits Deutschland. China liegt bislang noch auf Platz drei bei den Absatzahlen. 

Wie wird es in Zukunft weitergehen? Wir alle wissen, dass die italienische Marke auch auf die Elektrifizierung zusteuert. Lamborghini investiert in den nächsten vier Jahren 1,5 Milliarden Euro, um sein Produktportfolio zu elektrifizieren, einschließlich Hybridversionen des Huracán, Aventador und des Urus bis 2025.

Bis 2023 wird das Unternehmen bereits den ersten Serien-Hybrid vorstellen, der auf den limitierten Lamborghini Sián folgt. Puristen schwört Lamborghini schon, dass trotz der Elektrifizierung des Lineups die Leistung "absolute Priorität" hat.

Ob diese Strategie in Bezug auf die Verkaufszahlen aufgeht, bleibt abzuwarten, aber denken Sie daran, dass das Jahr 2021 für den Autohersteller eine große Messlatte in Bezug auf den Erfolg wäre.