Das Warten hat bald ein Ende

Die ersten Gerüchte zum Mercedes-AMG One gab es bereits im August 2016. Einen Monat später bestätigte der Hersteller, dass an dem Projekt gearbeitet wird. Die offizielle Ankündigung ist nun um die viereinhalb Jahre her und die Entwicklung ist noch immer nicht abgeschlossen. Neue Erlkönigbilder zeigen nun den aktuellen Stand beim Hypercar aus Affalterbach. 

Das Exterieur dieses Prototypen ist noch immer mit sehr viel Tarnung bedeckt. Lediglich die Luftauslässe auf den vorderen Kotflügeln und einige weitere Aero-Elemente stechen hervor. Das Design des Autos wirkt noch immer eher spektakulär und extrem funktional als wirklich schön, aber der One sieht auf jeden Fall nach jedem Cent seines exorbitanten Preisschilds aus. 

Vorne sehen wir massive Ausschnitte an der Schürze und der Haube. Hinten dirigiert eine riesige Hutze die Luft direkt in den Motorraum. Dazu kommt eine Finne, die man in dieser Größe an einem Straßenauto auch noch nicht gesehen hat. Alle Bilder dieses Erlkönigs zeigen den aktiven Heckflügel in ausgefahrener Stellung. Sein Design wirkt ebenfalls sehr komplex, mit einer mittleren Sektion, die unabhängig bewegt werden kann. 

Auch der Heckdiffusor wirkt extrem seriös. Darüber erkennt man ein interessantes Auspuff-Layout mit einem großen zentralen Endrohr und zwei kleinen Anhängseln. Die Rückleuchten sehen in diesem Fall aus wie Platzhalter. In offiziellen Teaser-Bildern wirkten sie deutlich anders. 

Obwohl man vom Interieur auf diesen Bildern wirklich nur einen kleinen Ausschnitt zu sehen bekommt, wirkt es weitgehend seriennah. Der Fahrer greift in ein rechteckiges Formel-1-Style-Lenkrad, das scheinbar einen großen Screen in seiner Mitte hat. Hinter der Carbon-Lenksäule sitzt ein weiterer Bildschirm. Dazu noch einer zentral auf dem Armaturenbrett. Generell sieht man viel Carbon im Cockpit. 

Der Mercedes-AMG One nutzt einen 1,6-Liter-V6-Turbo und insgesamt vier Elektromotoren. Er soll mehr als 1.000 PS produzieren, wobei es Gerüchte gibt, die von 1.200 PS sprechen. Der hochkomplexe Formel-1-Antriebsstrang ist auch der Grund für die Auslieferungsverzögerungen beim AMG-Hypercar. Um die immer strikter werdenden Emissions-Regularien zu erfüllen, waren permanent Anpassungen nötig. Es gab bereits Gerüchte, die dem One eine schnellere Nordschleife-Zeit bescheinigen als dem Porsche 919 mit seiner Fabelzeit von 5:19,55 Minuten.

Mercedes-AMG wird nur 275 Einheiten des One herstellen. Trotz eines Preises von etwa 2,5 Millionen Euro sind alle Exemplare längst verkauft.  

Bildergalerie: Mercedes-AMG One neue Erlkönigbilder