Huch, was ist denn unserem Erlkönigfotografen hier vor die Linse gefahren? Ein sehr kleines Auto, gefühlt fast so hoch wie lang. Kenner werden sich spontan an den Suzuki Ignis erinnert fühlen. Und tatsächlich liegen sie nicht völlig verkehrt, denn der hier gezeigte Hyundai AX-1 soll gegen den Ignis antreten.

Allerdings wohl nur in Indien, wo solch kleine SUV beliebt sind. Maruti Suzuki baut dort einen Ignis für den heimischen Markt, hinzu kommt der günstige Renault Kwid. Auch er wird lokal gefertigt, um die Kosten niedrig zu halten. Der Kwid ist übrigens nah verwandt mit dem elektrischen Dacia Spring, der 2021 nach Europa kommt.

Nun will sich also Hyundai ein weiteres Stück vom indischen Kuchen abschneiden. Dort ist man bereits in der Kleinstwagenklasse mit dem Grand i10 Nios aktiv, intern AI3 genannt. Er unterscheidet sich in den Abmessungen minimal vom Europa-i10.

Die Bezeichnung AI3 dürfte auch der Grund sein, warum das nun im kalten Schweden als Prototyp erwischte Winz-SUV unter dem Codenamen AX-1 entwickelt wird. Der hintere Bereich des Fahrzeugs erinnert an den Suzuki Ignis, während die Frontpartie mit den "Doppelstock-Leuchten" die größeren SUVs von Hyundai zitiert.

Das eckige Design ist wohl vor allem rational begründet: Damit wird der begrenzte Platz maximal ausgenutzt, Rundungen würden zu viel Raum verschwenden. Den Grand i10 Nios gibt es in Indien mit zwei 1,2-Liter-Motoren, einem Vierzylinder-Saugbenziner und einem Dreizylinder-Turbodiesel. An dieser Auswahl dürfte sich der AX-1 (der noch einen richtigen Namen erhält) orientieren. 

Und wie sieht es mit einem kleinem SUV für Europa aus? Bislang geht es hier beim rund 4,20 Meter langen Kona los. Schon bald (vermutlich im März) werden wir aber den neuen, darunter angesiedelten Bayon zu Gesicht bekommen. Der AX-1 hingegen bleibt aus Kosten-, Sicherheits- und Homologationsgründen dem indischen Markt vorbehalten.  

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