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Ferrari Breadvan Hommage: Retro-Shooting Brake auf 550-Maranello-Basis
Er feiert Ferraris legendären 250, mit komplett handgemachter Karosse und fettem V12

Stefan Wagner 
Von: Stefan Wagner
26. Jan. 2021 um 17:48 Uhr
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Ja, das ist ein "neuer" Ferrari. Na gut, eigentlich ist es ein alter Ferrari, der komplett umgestaltet wurde, um einem richtig alten Ferrari die Ehre zu erweisen. Zugegeben, es klingt komisch, aber was macht das schon. Schließlich sehen wir hier gerade einen der wohl spektakulärsten Shooting Brakes aller Zeiten.
Das gute Stück nennt sich "Breadvan Hommage" und der Mann hinter dem aufwendigen Projekt ist Karosserier Niels van Roij, ein Mann mit einem ausgeprägten Faible für Sportwagen mit großen Kofferräumen. Sein neuester Clou ist eine Reminiszenz an den ikonischen Ferrari 250 GT SWB Breadvan, der in den frühen 1960ern in Le Mans an den Start ging.
Unter dem kunstvoll angerichteten Blech befindet sich die Technik eines Ferrari 550 Maranello, sprich: Dicker, 5,5-Liter-V12-Saugmotor, um die 480 PS, Sechsgang-Handschalter mit offener Schaltkulisse und Heckantrieb.
Ganz so wie in den goldenen Tagen des Karosseriebaus wurde die Karosse des Breadvan Hommage per Hand in ihre finale Form gedengelt. Auch an der Front gibt es die ein oder andere Ähnlichkeit. Die beiden Lufteinlässe etwa, die nach dem Vorbild des Originals gestaltet wurden.
Bei Niels van Roij Designs Inspirationsquelle lugen gleich sechs Weber-Vergaser durch die Motorhaube, wo sie von einem Plastik-Cover geschützt werden. Das neue Einzelstück auf 550-Basis zollt mit einem entsprechenden Hauben-Ausschnitt samt großem Bubble-Cover Tribut. Auch die runden Leuchten auf dem Frontstoßfänger stärken die optische Verbindung zum Original. Die Scheinwerfer wiederum wurden extra für den neuen Breadvan entworfen.
Wenn Sie sich wundern, was genau überhaupt vom Spender-550 übrig geblieben ist, lautet die kurze und knappe Antwort: Die Windschutzscheibe. Selbst der furchteinflößende Vierfach-Auspuff ist eine Spezialanfertigung für den sportlichen Shooting Brake. Das gilt auch für die seitlichen Abdeckungen hinter den Fenstern, die aus Gewichtsgründen aus Plastik gefertigt wurden. Das komplette Karosserie-Stück hinter den Seitenfenstern ist aus einem Stück Aluminium hergestellt.
Auch innen hat Niels van Roij nicht vor Änderungen zurückgeschreckt. Man sieht diverse Instrumente im Retro-Stil und filigrane Schalter aus Aluminium. Die Sitze haben eine Carbon-Schale und sind mit blauem Alcantara bezogen. Große Teile des restlichen Innenraums tragen gestepptes schwarzes Leder. Zu den kleinen aber feinen Details gehören eine in die Sitze eingearbeitete Silhouette des Autos oder die kleinen italienischen Flaggen in den Tür-Innenseiten.
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Beim Fahrwerk setzt van Roij auf eine Einzelanfertigung von Koni. Offenbar war auch der Breadvan von 1962 mit Koni-Dämpfern ausgestattet, also war die Wahl quasi ein Muss. Als Basis diente die Technologie von Konis doppelt einstellbarer 8211-Serie (wie sie auch schon in der Formel 1 zur Anwendung kam). Mit 20 Zoll sind die Räder zwei Zoll größer als beim Serien-550. Vredestein lieferte dazu die passenden, von Giugiaro designten Reifen.
"Der Breadvan Hommage ist ein neues Original", meint Niels van Roij. Sagen wir doch: Ein neuer Ferrari.
Bildergalerie: Ferrari Breadvan Hommage by Niels van Roij Design

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