Der Fahrer wollte bei einer Hochzeit einen feierlichen Burnout hinlegen, machte aber wirklich alles falsch

Bei dem Thema sollte es eigentlich keine zwei Meinungen geben - das Vollführen von Burnouts auf öffentlichen Straßen, vor allem wenn haufenweise Menschen und andere Autos anwesend sind, ist absolut idiotisch. Kommt schon Leute, wir sind nicht mehr im Jahr 2001 und es trifft sich auch kein Mensch mehr für kindisches Gepose freitagnachts auf dem örtlichen Ikea-Parkplatz. Zumindest hoffe ich das. 

Was üblicherweise passiert, wenn man angeben will, im Gegenzug aber keine Ahnung davon hat, was man tut, zeigt sich einmal mehr bei diesem jungen Herren und seinem bemitleidenswerten Mercedes-AMG C 63 Coupé. Sein hilfloser Versuch, bei einer Hochzeit einen feierlichen Burnout auf den Asphalt zu legen, ging komplett in Rauch auf. Sprichwörtlich.

7NEWS Australia berichtet, dass sich der Vorfall letzten Sonntag in Chester Hill, einem Vorort von Sidney, ereignete. Anwesende Gäste filmten die Szenen. Zudem gibt es auch Material aus dem Innenraum des Autos, aufgenommen vom Beifahrer auf der Rückbank. 

Diverse gescheiterte Burnout-Versuche hinterließen offensichtlich Spuren am 510 PS starken Hecktriebler. Der war irgendwann an seiner Belastungsgrenze und ging in Flammen auf. 

Es ist nicht ganz klar, was genau der Auslöser für das Fiasko war, aber womöglich überhitzte das Getriebe, was dazu geführt haben könnte, dass dessen Öl zu brennen begann. Man sieht auch jede Menge Rauch, was uns vermuten lässt, dass es irgendeinen Schaden am Motor oder den Turboladern gegeben haben könnte. 

Was auch immer letztlich den Schaden verursacht hat, auf die Hersteller-Garantie sollte sich der Besitzer des AMG besser nicht verlassen. Völliger Missbrauch des Autos, indem über Minuten versucht wird, bei aktivierter Traktionskontrolle die Hinterräder zum Durchdrehen zu bringen? Und das Ganze auch noch festgehalten von diversen Kameras? Es gibt bessere Ausgangslagen für eine erfolgreiche Garantie-Abwicklung. 

Der 25-jährige Jean-Pierre M. sieht sich laut eines Facebook-Posts der New South Wales Police Force nun mit einer Anklage wegen fahrlässigen Fahrens konfrontiert. Im März muss er vor Gericht erscheinen und sein Verhalten erklären, nachdem er ursprünglich angegeben hatte, dass der AMG "Feuer gefangen hat, während er die Straße entlang gefahren wurde".

 

Lokalen Berichten zufolge hatte er das Auto letztes Jahr bei einer Verlosung gewonnen. Dem Grad der Zerstörung nach zu urteilen, wird er den C 63 wohl nicht mehr fahren können. Die Feuerwehr war offenbar schnell am Unfallort, aber das Auto sieht nicht so aus, als würde der V8 nochmal zum Leben erwachen.