Schwall und Rauch

Ich glaube nicht, dass AMG derzeit an wirklich ernsthaften Problemen leidet. Der Krawall aus Affalterbach verkauft sich besser denn je. Vierteljährlich gibt es neue Rekordmeldungen. Und doch ist da was, das die Mannen um Chef-Sportler Tobias Moers ordentlich zur Weißglut treiben dürfte. Sollten Sie sich häufiger auf Rennstrecken rumtreiben oder gerne mal an einem Trackday teilnehmen, sollte Ihnen langsam dämmern, wohin das hier führt. Richtig: Jeder liebt AMGs, weil sie besser und gemeiner klingen als alle anderen Autos. Und weil sich kaum etwas besser eignet, um teuren, schwarzen Gummi in Rauch zu verwandeln (der A 45 bildet hier eine unrühmliche Ausnahme). Doch obwohl die Schwaben in den letzten paar Jahren fahrdynamisch unglaublich aufgeholt haben, sieht es bei gehobeneren privaten Rennveranstaltungen immer gleich aus: 80 Prozent Porsche, 20 Prozent BMW M, null Prozent AMG. Mit dem neuen C 63 S Coupé soll und könnte sich das ändern. Und ich sage Ihnen gleich auch warum ...

So muss Turbo
Am 4,0-Liter-Biturbo-V8 wird es nicht liegen. Der war vorher schon großartig. Wie in C 63 Limousine und T-Modell leistet er 510 PS und 700 Newtonmeter. Eine Variante mit 476 PS und 650 Newtonmeter ist ebenfalls erhältlich. Beiden gemein ist das bekannt bahnbrechende Inferno aus dem Auspuffschacht. Manche behaupten, der alte 6,2-Liter-Sauger habe eine etwas melodischere und schillerndere Stimme, aber wer den neuen Sound nicht liebt, der liebt vermutlich gar nichts. Man befehlige also den A...