Honda erfindet "Gesichtsmaske" fürs Auto, die Viren bekämpft
Das kann ja aktuell sicher nicht so verkehrt sein ...
Not macht erfinderisch. Wie aktuell dieser Spruch ist, zeigt eine neue Idee von Honda. Honda Japan hat Kurumaku vorgestellt– ein neues virenhemmendes Produkt für die Innenraumfilter des Herstellers.
Anders als bei der extrem realistischen Abbildung am Anfang dieses Artikels, wird es auf dem Innenraumfilter angebracht. Es funktioniert quasi wie ein Mund-Nase-Schutz, der die Ausbreitung von Viren verhindern soll.
Nicht nur in Anbetracht eines neuen, aggressiveren Erregerstamms, der zuletzt in einigen Ländern entdeckt wurde, sicher keine schlechte Erfindung. Die Corona-Pandemie dürfte uns noch eine ganze Weile begleiten und diese Innovation des japanischen Autobauers könnte zumindest einen kleinen Teil zur Eindämmung des Problems beitragen.
Aber wie funktioniert Kurumaku denn jetzt eigentlich? Nun, Honda sagt, dass das Produkt in der Lage ist, mit seiner speziellen Oberfläche Virentröpfchen aufzufangen. Im Prozess würde deren Größe reduziert und die Viren damit nachhaltig beschädigt. Das passiert durch das chemische Verfahren der Zinkphosphatierung, das unter anderem auch dazu genutzt wird, Rostbildung zu verhindern.
Anders als etwa CN95-Filter, die von anderen Herstellern wie Geely verwendet werden und das Eintreten von Viren und anderen Partikeln größer als 0,3 Mikrometer verhindern, soll Kurumaku bereits existierende Viren in Innenräumen zerstören. Denken Sie dabei etwa an die Viren, die man aufschnappt, wenn man kurz einkaufen geht.
Honda glaubt, dass Kurumaku 99,8 Prozent der Virentröpfchen, die sich im Auto bewegen, innerhalb von 15 Minuten nach Einschalten der Lüftung beseitigen kann. Viren auf Oberflächen soll innerhalb von 24 Stunden der Garaus gemacht werden.
Der neue Filteraufsatz unterliegt einem gewissen Verschleiß und muss jährlich oder nach 15.000 Kilometern ausgetauscht werden. Zuerst wird Kurumaku im Kei Car Honda N-Box (nur in Japan erhältlich) zu haben sein, als normales Zubehör für einen Aufpreis von etwa 50 Euro. Weitere Honda-Modelle dürften zeitnah folgen.
Quelle: Honda
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