Wer braucht schon einen Weihnachtsmarkt, wenn das teuerste Auto der Welt auf dem Hauptplatz steht?

In den meisten Teilen der Welt hat die Corona-Pandemie Weihnachtsmärkten den Garaus gemacht, so auch in Bugattis Heimatstadt Molsheim. Allerdings haben sich die Köpfe hinter dem Sechzehnzylinder-Hypercar etwas Besonderes ausgedacht, um dem Ort im Département Bas-Rhin im Norden Frankreichs doch noch ein bisschen Festtags-Glanz zu injizieren. Wie genau? Nun, indem sie einen La Voiture Noire in eine Glasbox gesteckt haben. 

Was daran so toll ist? Naja, bei dieser ultimativen Ausbaustufe des Chiron handelt es sich immerhin um den teuersten Neuwagen der Welt und jetzt kann ihn jeder in Molsheim bewundern. Das Auto soll übrigens noch bis Ende März 2021 ausgestellt bleiben. Dazu sollte man erwähnen: Es handelt sich beim Ausstellungsstück um das selbe Fahrzeug, das auf dem Genfer Autosalon im März 2019 Weltpremiere feierte. Mit anderen Worten, das hier ist technisch gesehen ein Elektroauto. Bugatti hatte den 8,0-Liter-W16 gegen E-Motoren getauscht, um den Prototypen langsam über kurze Distanzen bewegen zu können.

Zudem erkennt man, dass alle Scheiben komplett abgedunkelt sind. Ein Hinweis darauf, dass das Interieur noch nicht fertig ist und Bugatti das halbgare Cockpit noch verstecken möchte. Das ist bei Showcars und Prototypen absolut nicht ungewöhnlich. Umso interessanter dürfte es dann sein, den finalen Innenraum des La Voiture Noire zu sehen. Bedenkt man, dass das Auto nahezu das Fünffache eines normalen Chiron kostet, sollte man einige bemerkenswerte Änderungen erwarten dürfen. 

Als Bugatti den Chiron-basierten La Voiture Noire in der Schweiz präsentierte, hieß es, man brauche etwa zweieinhalb Jahre, um das Auto fertig zu stellen. Der mysteriöse Käufer, der bereit war, 11 Millionen Euro auf den Tisch zu legen, wird sich also wohl noch bis Ende 2021 gedulden müssen, ehe er die Schlüssel zu seinem Einzelstück in Empfang nehmen darf. Das schwarze Hypercar ist eine Reminiszenz an Jean Bugattis verschollenen Type 57 SC Atlantic.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bugatti eines seiner Fahrzeuge während der Weihnachtszeit in der Öffentlichkeit zeigt. 2018 war ein weißer Chiron auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt zu sehen, 2019 platzierte man den Centodieci im Flughafen Entzheim.

Lesern, die über einen sehr kritischen Blick verfügen, könnte aufgefallen sein, dass sich der aktuell in Molsheim ausgestellte La Voiture Noire nicht in einem makellosen Zustand befindet. Der vordere rechte Bremssattel scheint beschädigt zu sein. 

Bildergalerie: Bugatti La Voiture Noire in Molsheim