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EU beschließt neues CO2-Ziel: Minus 55 Prozent bis 2030

VW: Anspruchsvoll, aber erreichbar – wenn die Rahmenbedingungen stimmen

Auspuff (von Motor1.com Italien)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

11. Dez. 2020 um 16:29 Uhr

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Die EU hat am heutigen Freitag ein neues CO2-Ziel für 2030 beschlossen. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union einigten sich nach mehr als achtstündigen Verhandlungen auf eine Absenkung der -Emissionen um 55 Prozent gegenüber dem Jahr 1990. Bisher wollte die EU die CO2-Emissionen nur um 40 Prozent reduzieren. Das berichtete nun die FAZ.

In den nächtlichen Verhandlungen hatten zunächst Polen, Tschechien und Ungarn das neue Ziel abgelehnt und mehr Geld gefordert. Schließlich hatten sich die drei Staaten jedoch gebeugt - zuletzt Polen, das dafür noch ein paar Änderungen durchgesetzt hat.

Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch der französische Präsident Emmanuel Macron hatten sich für das 55-Prozent-Ziel ausgesprochen. Für 60 Prozent hatte sich im Oktober 2020 das EU-Parlament stark gemacht, während Klimaschützer gesagt hatten, dass nur mit 65 Prozent die Pariser Klimaziele erreicht werden könnten. Diese umfassen eine globale Erwärmung von maximal 2 Grad, möglichst aber nur 1,5 Grad.

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) muss erst noch ermitteln, was das Ziel für die Branche bedeutet, so der Verband in einer Stellungnahme gegenüber FAZ.net. Klimaschutz sei ein wichtiges Ziel, meint der Verband der Autohersteller. Doch: "Die Industrie bildet die Basis für den Wohlstand in unserem Land. Europa braucht daher eine aktive Industriepolitik, um die Klimaziele erreichen zu können," so VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Der VW-Konzern bezeichnete die Verschärfung als anspruchsvoll, aber umsetzbar. Dafür bedürfe es jedoch entsprechender Rahmenbedingungen. Vor allem sei ein Ausbau der Ladeinfrastrukur sowie eine europäische Batteriezellen-Produktion nötig. Zudem brauche es einen früheren Kohleausstieg und eine Erhöhung der CO2-Bepreisung auf rund 100 Euro.

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Ab 1. Januar 2021 gilt in Deutschland für bestimmte Bereiche wie Verkehr und Wohnen ein CO2-Preis von 25 Euro. Dieser wird zum Beispiel auf Heizöl und Kraftstoff umgelegt. Zum Jahreswechsel ist deswegen (und wegen der höheren Mehrwertsteuer von 19 Prozent) eine Spritpreis-Steigerung von etwa 10 Cent je Liter zu erwarten, so der ADAC.

Quelle: FAZ.net

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