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Spritpreise: 10 Cent mehr pro Liter ab Januar 2021 zahlen?
CO2-Abgaben und höhere Mehrwertsteuer drohen

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
2. Dez. 2020 um 10:15 Uhr
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Derzeit liegen die Spritpreise bei rund 1,20 Euro für den Liter Super E10 beziehungsweise 1,06 Euro pro Liter Diesel. Doch Anfang Januar könnten die Preise sprunghaft um etwa zehn Cent steigen, glaubt der Automobilclub ADAC.
Der Benzinpreis hängt teils am Preis für das Barrel Öl, der im Gefolge der Corona-Krise schon einmal so stark gesunken war, dass negative Preise am US-Markt notiert wurden - im Frühjahr kostete ein Barrel US-Öl für kurze Zeit minus 40 Dollar. Derzeit werden wieder Preise um die 45 bis 50 Dollar für das Fass gezahlt. Wie es hier weitergeht, liegt auch am Ergebnis der Verhandlungen der OPEC. Ein zweiter Einflussfaktor ist der Dollarkurs: Da der Euro in letzter Zeit stärker wurde, wird eine eventuelle Ölpreissteigerung zum Teil aufgefangen, so der ADAC.
Ein dritter Einflussfaktor ist die Politik. Denn im Mai 2020 hat die Bundesregierung einen Preis von 25 Euro für den Ausstoß einer Tonne CO2 beschlossen. Dies führt laut dazu, dass der Preis von Benzin um etwa 7 Cent steigt, der von Diesel um 8 Cent.
Hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer, die zum 1. Januar wieder auf 19 Prozent steigt, was etwa drei Cent Preiserhöhung bedeutet. So dürfte Sprit zum Jahresanfang etwa 10 oder 11 Cent teurer werden - alleine durch die politischen Einflüsse auf den Spritpreis.
Mehr zum Spritpreis und zum Klimapaket:
Corona-Krise: 26 Cent weniger für den Liter Super als am Jahresanfang
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Ein Trost mag sein, dass die Spritpreise ja immer schwanken. Wie stark diese Veränderungen sein können, zeigt ein Vergleich der Spritpreise vom Januar 2020 mit denen vom November: Hatte Super E10 am Jahresanfang im Mittel noch rund 1,40 Euro gekostet, so sind es nun 20 Cent weniger. Beim Diesel fiel der Preis von etwa 1,30 Euro um etwa 24 Cent je Liter.
Entwickelt sich die Konjunktur schwach, dürfte auch der Ölpreis sinken. Bei gleichzeitig steigendem Euro-Kurs könnte das dazu führen, dass Autofahrer nicht ganz so stark zur Kasse gebeten werden. Außerdem steigt ab Januar die Entfernungspauschale ab dem 21. Entfernungskilometer um 5 Cent pro Kilometer, also um immerhin 2,5 Cent pro gefahrenem Kilometer. Dies hat die Bundesregierung beschlossen, um Härten aufgrund der CO2-Abgabe abzumildern.
Quelle: ADAC
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