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Klimapaket 2.0 vom Vermittlungsausschuss beschlossen

Sprit soll im Jahr 2021 um sieben bis acht Cent teurer werden

Auspuff (Doppelrohr)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

Aktualisiert: 18. Dez. 2019 um 17:59 Uhr

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Der kürzlich gefundene Kompromiss zum Klimapaket wurde heute vom Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden, wie die Deutsche Welle berichtet. Nun müssen noch Bundesrat und Bundestag zustimmen, was bis Freitag (20. Dezember) geschehen soll.

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Nach Widerstand im Bundesrat war das "Klimapaket 1.0" (der Entwurf der Bundesregierung) zunächst im kleinen Kreis von 13 Mitgliedern des Vermittlungsausschusses beredet worden. Ein Kompromiss wurde in der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag gefunden, und zwar angeblich in einem Bierkeller, wie die FAZ berichtete. Nun soll der Kompromiss offiziell vom gesamten Vermittlungsausschuss beschlossen werden. 

Das Klimapaket 2.0 fasst zahlreiche Maßnahmen in Sachen CO2-Reduktion und Klimaschutz zusammen, die auch Autofahrerinnen und Autofahrer betreffen. So soll die Emission von CO2 zunächst (ab 1. Januar 2021) 25 Euro pro Tonne kosten, nicht 10 Euro, wie im Entwurf der Bundesregierung. Dieser Preis wird dann jährlich bis 2025 um fünf Euro erhöht. Dieser Preis wird auf die Spritkosten umgelegt. 

Nach Angaben von Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erhöht der CO2-Preis die Spritpreise im ersten Schritt um etwa sieben bis acht Cent pro Liter:

  Benzin Diesel Heutiger Preis pro Liter 1,35 1,17 € Preis 2021 1,42 € (+7 Cent) 1,25 € (+8 Cent) Preis 2025 1,51 € (+16 Cent) 1,35 € (+ 17 Cent)

Mehrkosten von 8 Cent führen bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometer und einem Spritverbrauch von 6 Liter/100 km (also 1.200 Liter Sprit pro Jahr) zu einer jährlichen Mehrbelastung von knapp 100 Euro. bei 16 Cent sind es nach Adam Riese doppelt so viel, also 200 Euro jährlich. 

Die höheren Ausgaben für Sprit sollen durch eine Senkung des Strompreises (durch eine niedrigere Abgabe für erneuerbare Energien, die derzeit 6,4 Cent pro kWh ausmacht) und einen höhere Entfernungspauschale kompensiert werden. Vom 21. Kilometer an sollen Pendler nicht mehr nur 30 Cent, sondern 35 Cent absetzen können. In den Jahren 2024 bis 2026 soll dieser Wert auf 38 Cent erhöht werden.

Wirtschaftsexperte Bach hat die Konsequenzen für Autofahrer berechnet. Die Ergebnisse finden Sie unten in seinem Tweet. Die Bilanz fällt je nach Entfernung und Grenzsteuersatz verschieden aus. Grün markiert sind alle Fälle, in denen sich ein Plus ergibt, rot alle, bei denen der Autofahrer draufzahlt.

Es 

 

Danach ergeben sich bei allen, die mehr 20 Kilometer zur Arbeit fahren und einen Steuersatz von 34 Prozent haben, keine zusätzlichen Kosten. Wer weiter pendelt, landet danach sogar im Plus. Geringverdiener mit niedrigerem Steuersatz dagegen zahlen drauf, wenn sie kein sparsames Auto fahren.

Quelle: Deutsche Welle, FAZ zur Kompromissfindung , FAZ zur Änderung der Spritpreise

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