Wer sich zu Hause eine Wallbox installieren lassen möchte, kann dafür ab sofort eine staatliche Förderung beantragen. Für jeden Ladepunkt gibt es 900 Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass man Ökostrom verwendet, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk nun berichtet.

Der Staat stellt insgesamt 200 Millionen Euro bereit, was nach Adam Riese für etwa 220.000 Ladestationen reicht. Das Geld wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausgereicht.

Es werden Ladestationen gefördert, die zu einem privat genutzten Stellplatz eines schon existierenden Gebäudes gehören. Außerdem muss der Ladestrom vom Netzbetreiber so steuerbar sein, dass dieser eine Überlastung des Netzes verhindern kann. Die 900 Euro darf man außer für die Wallbox selbst auch für die Kosten der Installation oder zum Anschluss ans Stromnetz verwenden.

Den Antrag auf Förderung sollte man bereits stellen, bevor man die Wallbox kauft. Überwiesen wird das Geld jedoch erst, wenn der Einbau abgeschlossen ist und man die Rechnungen vorlegen kann. Die staatliche Förderung ist nicht mit anderen Prämien kombinierbar, die es häufig von der Gemeinde gibt. Man sollte also vorher prüfen, welche Förderung für einen am günstigsten ist.

Die Abwicklung des Wallbox-Kaufs, der Installation und oft auch die Versorgung mit (Grün-)Strom übernehmen oft Dienstleister, die mit den jeweiligen Autoherstellern kooperieren. Solche Angebote gibt es zum Beispiel von Mercedes, BMW oder Opel.

Die neue Fördermöglichkeit soll den Boom der Elektromobillität weiter befördern und verhindern, dass er durch zu wenig Ladepunkte gebremst wird. Dazu wurde beim güngsten Autogipfel der Kanzlerin auch beschlossen, dass es künftig an den meisten Tankstellen Ladesäulen geben soll. Doch die Hälfte der Ladevorgänge findet laut KfW zu Hause statt; das Verkehrsministerium geht sogar davon aus, dass bald 80 Prozent aller Ladevorgänge daheim stattfinden. Besonders auf dem Land ist das so, denn dort fehlen öfffentliche Ladepunkte meist.