Elektro-Lieferwagen mit neuem Logistik-Konzept soll Lieferverkehr verringern

Der weltweite Online-Handel ist in der Corona-Zeit explodiert. Waren- und Paketvolumen aus dem eCommerce haben sich drastisch erhöht, und ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Damit die Großstädte nicht am dadurch bedingten Lieferverkehr ersticken, hat sich Rinspeed eine Packstation einfallen lassen, die von einem Elektrofahrzeug transportiert wird, dem CitySnap.

Der elektrisch angetriebene CitySnap bringt die transportable Paketstationen zum Kunden und stellt sie dort für eine bestimmte Zeit zugänglich in der Nachbarschaft ab. Später werden die Stationen dann wieder eingesammelt.

Der Fahrer des CitySnap muss wirklich nur fahren - das Be- und Entladen funktioniert bereits automatisiert. In Zukunft, wenn vollständig autonomes Fahren möglich ist, kann auch der Fahrer entfallen, so Rinspeed. Weiteres Automatisierungspotenzial bietet die Bestückung der Packstationen.

Die von der Ideenschmiede um Frank Rinderknecht erdachte Logistik-Lösung ist kontaktlos und hygienisch. Mit dem modularen Lieferfahrzeug könnten die Lieferkosten auf der letzten Meile erheblich gesenkt werden und die Anzahl der Zustellfahrzeuge um bis zu 50 Prozent reduziert werden, glaubt Rinspeed.

Eine andere Nutzungsmöglichkeit des CitySnap wären mobile Tante-Emma-Läden. Limitierte Öffnungszeiten und lange Anfahrtswege zum Geschäft würden damit der Vergangenheit angehören. Der CitySnap wird von Rinspeed als die vierte Generation des modularen Konzepts beschrieben. Offenbar handelt es sich um eine Weiterentwicklung von Rinspeed Metrosnap und Snap (siehe Links unten).

Gespräche mit potenziellen Pilot-Partnern laufen bereits. Der Weltöffentlichkeit präsentiert wird der CitySnap im Frühjahr 2021. Auf dem Genfer Autosalon, wo Rinspeed seine Neuheiten sonst immer zeigte, wird das nicht geschehen können, denn die Schweizer Messe wurde bereits mangels Nachfrage abgesagt.

Bildergalerie: Rinspeed CitySnap (2020)