Genfer Autosalon 2021 abgesagt, Veranstalter will die Messe verkaufen
Zur Begründung hieß es, viele Autohersteller wollten 2021 nicht teilnehmen
Erst wenige Tage vor Messebeginn wurde der Genfer Autosalon 2020 abgesagt - wurde wegen der Corona-Pandemie. Die Nachfolgeveranstaltung im nächsten Frühjahr wurde bereits jetzt gecancelt. Als Grund gab der Veranstalter an, dass viele Autohersteller wohl nicht teilnehmen würden. Das habe eine Umfrage ergeben.
Die Autohersteller bräuchten Zeit, die Folgen der Pandemie zu überwinden, hieß es. Es sei aber auch unklar, ob die Situation im Frühjahr 2021 eine Veranstaltung mit 600.000 Besuchern und Tausenden Journalisten ermöglichen würde. Das berichten nun übereinstimmend zahlreiche Medien, darunter Autoblog und Autocar.
Der Genfer Autosalon hätte von 4. bis 14. März 2021 stattfinden sollen. Möglicherweise wird er nun auf das Jahr 2022 verschoben. Doch ist die Zukunft der Messe derzeit ungewiss. Denn der Veranstalter des Genfer Autosalons ist wegen des ausgefallenen Ausgabe von 2020 in arge finanzielle Nöte geraten. Die Absage habe zu Verlusten von rund 11 Millionen Schweizer Franken (etwas mehr als 10 Millionen Euro) geführt. Daher strebt der Messe-Organisator nun einen Verkauf der Veranstaltung an Palexpo an, den Betreiber des Messezentrums am Lac Léman.
Die Organisatoren hatten sich zunächst wegen eines Darlehens an die lokalen Behörden gewandt, doch diese hätten dafür das Stattfinden der Messe im Jahr 2021 verlangt. Damit war der Messe-Veranstalter nicht einverstanden.
Der Genfer Salon ist die grösste Publikumsveranstaltung in der Schweiz und hat damit eine große wirtschaftliche Bedeutung. Auch viele Autohersteller, vor allem kleinere Sportwagen-Marken und regionale Anbieter, schätzen die Messe, weil sie ihnen eine international beachtete Bühne gibt.
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