Schweizer Bundesrat verbietet Großveranstaltungen bis 15. März

Die in den letzten Tagen angekündigten kaskadenartigen Absagen verschiedener Veranstaltungen in Europa ließen immer weniger Hoffnung auf die Durchführung des Genfer Autosalons zu, und so wurde jetzt die offizielle Ankündigung gemacht: Palexpo SA hat angesichts der wachsenden Coronavirus-Epidemie beschlossen, die Ausgabe 2020 des Salons abzusagen. Der ursprünglich für den 5. bis 15. März geplante Genfer Salon wurde daher aus Angst vor einer leichteren Verbreitung der Krankheit, die ein sehr hohes Ansteckungspotenzial hat, abgesagt.

Im offiziellen Statement seitens des Messeveranstalters Palexpo wird Folgendes gesagt:

"Wir bedauern diese Situation, aber die Gesundheit aller Beteiligten ist für uns und unsere Aussteller absolute Priorität. Dies ist ein Fall von höherer Gewalt. Für die Aussteller, die massiv in ihre Präsenz in Genf investiert haben, ist dies ein herber Verlust. Wir sind jedoch überzeugt, dass alle Betroffenen diese Entscheidung verstehen werden. Wir danken all jenen, die sich für die Umsetzung dieser 90. Ausgabe eingesetzt haben. Die GIMS 2020 hätte eine grossartige Veranstaltung werden können," so Maurice Turrettini, Präsident des Stiftungsrates.

Hintergrund ist eine Entscheidung des Schweizer Bundesrats, nach der alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bis mindestens 15. März untersagt sind. Wörtlich heißt es: 

"Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Coronavirus, stuft der Bundesrat die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Grossveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden verboten. Dieses Verbot tritt sofort in Kraft und gilt mindestens bis am 15. März.

Der Schutz der Bevölkerung hat für den Bundesrat oberste Priorität. Er reagiert auf die jüngste Entwicklung der Coronavirus-Epidemie und stuft die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Dies ermöglicht dem Bundesrat, in Absprache mit den Kantonen selber Massnahmen anzuordnen, die normalerweise in der Zuständigkeit der Kantone liegen.

Der Bundesrat verbietet öffentliche und private Veranstaltungen in der Schweiz, an der sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten. Dieses Veranstaltungsverbot gilt ab sofort bis mindestens bis zum 15. März. Für den Vollzug und die Kontrolle sind die Kantone zuständig."

Der erste Fall von Coronavirus in Genf wurde diese Woche entdeckt, was der Organisation dieser populären Veranstaltung, die jedes Jahr Zigtausende von Menschen besuchen, sicherlich einen letzten tödlichen Schlag versetzt hat. Die Uhrenmessen in Genf und Zürich waren bereits abgesagt worden, während in Europa die Mobile World in Barcelona abgesagt wurde.