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EuroNCAP testet teilautonome Fahrsysteme von 10 Modellen

Highway-Assist-Systeme von Mercedes GLE, BMW 3er und Audi Q8 sind am besten

EuroNCAP Highway Assist

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

2. Okt. 2020 um 14:47 Uhr

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Schon im Jahr 2018 testete EuroNCAP einmal "Highway Assist"-Systeme, mit denen man auf der Autobahn teilautonom fahren kann. Nun wurden erneut zehn Modelle mit solchen Systemen untersucht: Audi Q8, BMW 3er, Ford Kuga, Mercedes GLE, Nissan Juke, Peugeot 2008, Renault Clio, Tesla Model 3, VW Passat und Volvo V60.

In zunehmendem Maße nutzen die Autohersteller die installierten Sensorsysteme der Autos zur umfassenden Fahrerunterstützung und ebnen damit den Weg zum . Ein Paradebeispiel ist der Autobahnassistent (Highway Assist). Er hält das eingestellte Tempo, den Abstand zum Vordermann und sorgt dafür, dass das Auto in der Mitte der Spur bleibt. Dazu werden der Abstandstempomat (Adaptive Cruise Control, ACC) mit dem Spurhalteassistenten kombiniert. Der Fahrer muss trotzdem aufmerksam hinter dem Lenkrad sitzen, denn die Systeme sind nicht fehlerfrei.

Das gegenüber der Testkampagne von 2018 verbesserte Bewertungsschema konzentriert sich auf zwei Bereiche: Die Kategorie Assistance Competence bewertet das Maß der gewährten Unterstützung - aber auch, ob das System den Fahrer wachsam hält. Safety Backup steht für das Verhalten des Systems in kritischen Situationen. Das Ergebnis wird in den vier Bewertungsstufen "entry" (Einsteigersystem), "mittelmäßig" (moderate), "gut" und "sehr gut" zusammengefasst.

Drei Premium-Autos - Mercedes GLE, BMW 3er und Audi Q8 - wurden mit "sehr gut" bewertet. Sie bieten ein hohes Maß an Unterstützung, motivieren den Fahrer aber zur Kontrolle. Sie bieten auch ein gutes Backup-System zur Unfallvermeidung und reagieren angemessen, wenn der Fahrer zum Beispiel ohnmächtig wird.

Die B-Segment-Fahrzeuge Renault Clio und Peugeot 2008 erhielten beide die Bewertung Entry. Ihnen fehlt die Ausgereiftheit der besseren Systeme, bieten nur ein bescheidenes Maß an Unterstützung und stellen sicher, dass der Fahrer sich nicht von der Fahraufgabe abwendet.

Die Vorreiterrolle von Tesla beim Autonomen Fahren spiegelt sich in den Bestnoten des Model 3 für Assistenz und Safety Backup wider. Sein "Autopilot"-System trägt jedoch nur wenig dazu bei, den Fahrer aufmerksam zu halten. Das Model 3 vermittelt den Eindruck, dass das Auto selbst fährt, das System ist eher autoritär als kooperativ. So wird der Tesla nur mit "mittelmäßig" bewertet. Positiv zu vermerken ist, dass Tesla Over-the-Air-Updates anbietet und das System so leicht verbessern kann - und das auch tut, wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat.

Mehr zum teilautonomen Fahren:

EuroNCAP testet autonome Fahrsysteme (2018)

Audi A8: Autonomes Fahren nach Level 3 endgültig gestrichen

VW Passat, Nissan Juke und Volvo V60 erhielten ebenfalls die Note "mittelmäßig". Insbesondere der Volvo, der bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist, zeigt, dass der technische Fortschritt bei den Assistenzsystemen häufige Aktualisierungen erfordert, um mithalten zu können. Der Ford Kuga schließlich erhielt die Note "gut". Das zeigt, dass gute Systeme auch in günstigeren Fahrzeugen angeboten werden.

Bildergalerie: EuroNCAP-Test Highway-Assist-Systeme (2020)

Audi Q8: Sehr gut (Assistance Competence: 78%, Safety Backup 84%)

2

Ford Kuga: Gut (Assistance Competence: 66%, Safety Backup: 86%)

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