Außerdem mehr Ausstattung für den Mittelmotorsportler

Seit 2016 bekamen der Porsche Boxster und der Cayman die Zusatzbezeichnung 718. Damals strich Porsche auch den Sechszylinder und ersetzte ihn durch einen Vierzylinder-Turbo - zum Entsetzen vieler Fans. Doch ab Mitte 2019 legte Porsche den Rückwärtsgang ein. Damals wurden wieder Sechszylinder-Modelle mit einem 420 PS starken 4,0-Liter-Saugmotor eingeführt: der 718 Spyder und der 718 Cayman GT4.

Anfang 2020 folgten mit dem Cayman/Boxster GTS 4.0 weitere Sechszylinder-Sauger-Versionen mit etwas weniger Leistung. Diese Vierliter-Modelle sind ab sofort auch mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) bestellbar.

Nun sind sowohl die 420 PS starken Spitzenmodelle 718 Spyder und 718 Cayman GT4 als auch die 400 PS starken GTS-Versionen mit PDK bestellbar. Im Vergleich zu den Schaltversionen verbessern sich auch die Beschleunigungswerte:

  Leistung 0-100 km/h mit Schaltung 0-100 km/h mit PDK
718 Spyder 420 PS 4,4 Sek. 3,9 Sek.
718 Cayman GT4 420 PS 4,4 Sek. 3,9 Sek.
718 Boxster GTS 4.0 400 PS 4,5 Sek. 4,0 Sek.
718 Cayman GTS 4.0 400 PS 4,5 Sek. 4,0 Sek.

Mit PDK erreichen die vier Modelle die Tempo-100-Marke eine halbe Sekunde schneller. Beim Sprint auf Tempo 200 sind es 0,4 Sekunden.

In den GTS-Modellen passt das serienmäßige Sport-Chrono-Paket die Schaltcharakteristik des PDK je nach Fahrmodus (Normal, Sport, Sport Plus und Individual) an. Im Sport-Modus arbeitet es mit schnelleren Gangwechseln, schaltet beim Beschleunigen später hoch und beim Langsamerwerden mit automatischen Zwischengasstößen früher zurück. Im Sport-Plus-Modus werden die Drehzahlreserven maximal ausgenutzt. In diesem Fahrprogramm ist auch die Launch Control nutzbar.

Der zentral im Mode-Schalter platzierte "Sport Response"-Button schaltet das Ansprechverhalten von Motor und Getriebe unabhängig vom aktuellen Fahrmodus für 20 Sekunden auf maximale Performance. 

Die Spitzenmodelle 718 Spyder und 718 Cayman GT4 kann man über eine "PDK Sport"-Taste auf maximale Performance programmieren. Dazu kommt ein Automatik-Wählhebel im 911-GT3-Design. Der siebte Gang des PDK ist bei allen Vierliter-Saugmotor-Derivaten kürzer übersetzt.

Darüber hinaus profitieren die PDK-Versionen des 718 Spyder und 718 Cayman GT4 von der größeren Wirkung ihrer mechanischen Hinterachs-Quersperre: Im Zug- und Schubbetrieb erreicht sie Sperr-Werte von 30 und 37 Prozent gegenüber 22 und 27 Prozent beim manuellen Schaltgetriebe. Dies wirkt sich positiv auf die Längs- und Querdynamik sowie auf die Traktion aus, verspricht Porsche.

Die 718-Familie bekommt zum neuen Modelljahr 2021 auch mehr Ausstattung. Race-Tex-Stoffe lösen das Alcantara ab. Sie verfügen über eine besonders atmungsaktive Struktur und bieten mehr Halt, so Porsche. 718 Cayman GT4 und 718 Spyder sind nun auch in "Pythongrün" bestellbar. Für den 718 Spyder steht nun auch die vom GT4 bekannte "Aurum"-farbene Lackierung für das 20-Zoll-Rad zur Auswahl. Außerdem kann der Roadster statt mit den serienmäßigen Performance-Reifen auf Wunsch auch mit normalen Sommerreifen bestellt werden.

Zu den Preisen der 718er-Modelle im neuen Modelljahr macht Porsche keine Angaben. Bisher gab es den 718 Cayman GTS 4.0 mit Sechsgang-Handschaltung für 80.703 Euro, der entsprechende Boxster kostete 82.675 Euro. Bei den Topmodellen ist dagegen die geschlossene Variante teurer: 94.971 Euro kostet der Cayman GT4, den 718 Spyder gab es bisher für 92.187 Euro. 

Bildergalerie: Porsche 718 (2021)