Das Elektro-Allradfahrzeug aCar von Evum Motors sollte im zweiten Quartal 2020 auf den Markt kommen. Das hat der bayerische Nutzfahrzeughersteller geschafft, das offroadtaugliche Gefährt ist ab heute (16. Juni) bestellbar. Je nach Sichtweise vielleicht nicht ganz geklappt hat jedoch das Einhalten des Preisrahmens.

Das Evum aCar sollte eigentlich ab 29.900 Euro zu haben sein; nun wurde daraus laut Hersteller-Website ein Basispreis von 34.490 Euro netto. Dieser Preis bezieht sich allerdings auf die Sonderedition First Mover mit einigen Extras. Mit der aktuellen Mehrwertsteuer von 19 Prozent sind das rund 41.043 Euro, mit der neuen Mehrwertsteuer von 16 Prozent ergeben sich 40.008 Euro.

Evum empfiehlt sein rein elektrisch angetriebenes Modell wegen seiner Robustheit und Vielseitigkeit für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für kommunale Aufgaben. Dank seines modularen Aufbaus ist das aCar für viele Transportaufgaben geeignet.

„Ursprünglich wurde die Idee zum aCar vor sieben Jahren im Rahmen eines Forschungsprojekts der Technischen Universität München (TUM) geboren“, sagt Sascha Koberstaedt. Er und Martin Šoltés sind Geschäftsführer und Gründer der seit 2017 bestehenden Evum Motors GmbH.

  • Antrieb: Allradantrieb über zwei E-Motoren à 10 kW
  • Systemleistung: 20 kW (27 PS), Peakleistung: 26 kW (35 PS)
  • Batterie: 48-Volt-Akku (Lithium-Ionen-Technik)
  • Reichweite: je nach Version bis zu 200 km
  • Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
  • Zuladung: 1.000 kg
  • Straßenzulassung: N1
  • Besonderheiten: modularer Aufbau, externe 230-Volt-Steckdose, Solarpanel, Anhängerkupplung

Weil das Gefährt ursprünglich für Entwicklungsländer gedacht war, ist das Fahrzeug gezielt auf geringe Komplexität und maximalen Nutzen hin entwickelt. So verzichtet das aCar auf teure Hochvolttechnik und setzt stattdessen auf einen 48-Volt-Akku. Das aCar kann an jeder Steckdose geladen werden. Zugelassen in der Klasse N1, ist es mit dem normalen PKW-Führerschein fahrbar, so Evum.

Der Aufbau der Produktion im niederbayerischen Bayerbach bei Ergoldsbach ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass nun der Vertriebsstart erfolgt. Dafür hat Evum eine limitierte "First Mover"-Edition mit einigen Extras aufgelegt.

Der Akku mit einer Kapazität von 16,5 kWh bietet hier eine Reichweite von 100 Kilometer. Eine integrierte 230 V-Steckdose dient als Stromquelle für elektrische Arbeitsgeräte wie Heckenschere oder Säge. Auch das Solarpanel ist an Bord, genauso wie eine Audioanlage, eine Heizung, Nebelscheinwerfer. Nicht enthalten sind die Kosten für eine Ladefläche (1.500 Euro), eine Planen-Ladefläche (2.890 Euro) oder einen Koffer-Aufbau (4.990 Euro).

Die Sonderedition für die bereits genannten 34.490 Euro netto ist derzeit die einzig erhältliche Version. Der Mehrpreis gegenüber der Basisversion ist auf der Website mit 5.500 Euro angegeben. Demnach könnte es künftig ein aCar für 28.950 Euro netto geben.

Bildergalerie: Evum aCar (2020)