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Evum aCar: Den Elektro-Kleinlaster gibt es ab 29.990 Euro
Alle Details zu dem robusten Allradfahrzeug (Update)

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
18. Dez. 2019 um 12:37 Uhr
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Vor etwa einem Jahr, im Sommer 2018, testeten wir ein leichtes Elektrofahrzeug für die ruppigen Pisten der Entwicklungsländer, aber auch für Straßenkehrer und Stadtgärtner. Das Evum aCar war danach auf der IAA 2019 zu sehen und nun gibt es auch detaillierte technische Daten und Preise. Sie beginnen bei 29.900 Euro; Marktstart ist im zweiten Quartal 2020.
Mehr zum aCar und einem ähnlichen Fahrzeug:
Elektro-Kleinlaster aCar im Test
Der Hersteller Evum Motors ist ein Start-up-Unternehmen aus dem Dunstkreis der Technischen Universität München. Sein erstes Produkt ist das aCar, ein robustes Leichtfahrzeug mit zwei Sitzen. Wegen seines Allradantriebs eignet es sich auch für den Geländeeinsatz. Und wegen des emissionsfreien Elektroantriebs lässt sich das Wägelchen selbst in Lager- oder Fabrikhallen verwenden.
Die stattliche Nutzlast von einer Tonne macht den Kleinlaster zum Arbeitstier. Dabei ist die Karosserie modular aufgebaut. So sind kastenartige Aufbauten möglich, aber auch offene Ladeflächen, Kipper und mehr.
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Ursprünglich konzipierten die Evum-Gründer Sascha Koberstaedt und Martin Šoltés das aCar als robustes Allzweckfahrzeug für Entwicklungs- und Schwellenländer. Doch nun peilen sie als ersten Schritt den Einsatz in Europa an. Gedacht ist an eine Verwendung in Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie, für den kommunalen Einsatz, aber auch für die Freizeit. Das robuste und wendige aCar soll die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Lösung für unterschiedlichste Aufgaben sein. Statt eines 400-Volt-Akkus wie ihn die meisten normalen Elektroautos haben, hat das aCar nur eine 48-Volt-Batterie, was die Technik leichter beherrschbar macht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 70 km/h, die Batterie gibt es in zwei Größen, die 100 beziehungsweise 200 Kilometer Reichweite ermöglichen.
Bildergalerie: aCar Mobility Test (2018)

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Gegenüber der 2017 vorgestellten Studie der TU München wurde bei der Serienversion die Gesamtkonstruktion noch einmal komplett überarbeitet. Dabei ist so gut wie keine Schraube gleichgeblieben. Denn das neue aCar ist nun als Nutzfahrzeug bis 3,5 Tonnen (Fahrzeugklasse N1) zugelassen – bisher war es ein Elektro-Leichtfahrzeug (vermutlich Klasse L6e). Die höhere Fahrzeugklasse erlaubt eine robustere Konstruktion. Außerdem sind so neue Erweiterungen möglich wie ein „Kommunaldreieck“ zur Aufnahme von Anbauteilen wie Kehrmaschine oder Räumschild.
Fahrzeuge der Klasse N1 können mit dem normalen PKW-Führerschein gefahren werden. Außerdem gelten für sie die Elektro-Kaufprämien der Bundesregierung. Die sollen demnächst von 4.000 auf 6.000 Euro pro Fahrzeug steigen. Allerdings wartet die Bundesregierung noch auf ein Okay aus Brüssel, wie Evum Motors mitteilt.
Produziert werden soll das aCar ab dem zweiten Quartal 2020 im niederbayerischen Bayerbach bei Ergoldsbach. Über die Evum-Homepage kann man das Fahrzeug bereits bestellen. Der Basispreis liegt bei 29.990 Euro. Dafür erhält man die Version mit Pritsche mit der kleineren Batterie, die 100 Kilometer Reichweite bietet. Zur Ausstattung gehören Schiebefenster, Außenspiegel, Halogenscheinwerfer, Nebelschlussleuchte, Scheibenwischer, ein längs verstellbares Lenkrad und sogar eine beheizbare Frontscheibe. Mit drei verschiedenen Paketen namens M, L und XL lässt sich mehr Komfort dazuordern, zum Beispiel eine Audioanlage, eine Sitzheizung, eine Heckscheibe (die Basisversion ist offenbar hinten geschlossen) und ein Innenspiegel. Auch ein Solarpanel fürs Dach ist verfügbar. Als Karosserieversionen sind Kipper, Kastenwagen und eine Variante mit Planenaufsatz bestellbar.
Außerdem gibt es eine limitierte Sonderedition namens First Mover für 39.900 Euro. Diese besitzt bereits das XL-Ausstattungspaket (inklusive großer Batterie, 400-Volt-Lademöglichkeit, Anschluss für 230-Volt-Geräte, Arbeitsleuchten, Nebelscheinwerfer und mehr) und zusätzlich noch eine Anhängerkupplung. Diese Version bietet laut Hersteller einen Preisvorteil von 7.000 Euro.
Bildergalerie: Evum aCar N1 (Elektro-Kleinlaster, 2019)

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Evum aCar
Motor Zwei Elektromotoren, einer pro Achse
Leistung 20 kW (2 mal 10 kW)
Max. Drehmoment k.A.
Getriebeart Ein-Gang-Getriebe
Antrieb Allradantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h k.A.
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
Batterie Lithium-Ionen-Akku, 48 Volt
Elektrische Reichweite 100 km (Standard-Akku) bzw. 200 km (optional)
Verbrauch k.A.
Aufladezeit k.A.
Ladeanschluss 230 V, optional 400 V
Länge 4,0 m
Breite 1,5 m
Höhe 2,0 m
Leergewicht 1.100 kg
Zuladung 1.000 kg
Anhängelast k.A.
Basispreis 29.990 Euro
Marktstart 2. Quartal 2020
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