Erstes AMG-Modell mit Plug-in-Hybrid-Antrieb soll 800 PS haben

Der Mercedes-AMG GT 4-Türer könnte einen Plug-in-Hybrid-Antrieb bekommen. Er wäre das erste AMG-Modell mit Stecker. Hinweise darauf ergeben sich aus diesen Erlkönigbildern aus Schweden. Unsere Fotografen sagen, das Auto habe eine Ladeöffnung in der hinteren Stoßstange gehabt.

Der Name des viertürigen Coupé wird wohl Mercedes-AMG GT 73 e 4-Türer lauten. Den angehängten Buchstaben e tragen alle Plug-in-Hybride von Mercedes. Außerdem erwähnt ein neuer Artikel auf Mercedes-Fans.de einen SL 73 e. Unter Berufung auf einen Insider schreibt das Fanzine, der neue SL bekäme einen Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 800 PS auf Basis eines 4,0-Liter-V8. Das dürfte der Antrieb sein, den auch unser 4-Türer erhält, aber dazu später mehr.

Was die Optik angeht, so sieht der Erlkönig dem GT 63 S sehr ähnlich. Vorne hat er die gleichen unteren Lufteinlässe wie das konventionell angetriebene, bisherige Spitzenmodell der Baureihe, die größer ausfallen als beim normalen GT 63:

Mercedes-AMG GT 73 Viertürer als Erlkönig
AMG GT 73 e
Alles zum viertürigen AMG GT
AMG GT 63
Mercedes-AMG GT 63 S 4-Türer (2018)
AMG GT 63 S

Am hinteren Stoßfänger ist tatsächlich eine Ladeklappe erkennbar, allerdings unter dem linken Rücklicht, nicht unter dem rechten wie etwa beim Mercedes C 300 de.

Mercedes C 300 de (2018)
Mercedes C 300 de
Mercedes-AMG GT 73 Viertürer als Erlkönig
AMG GT 73 e

Seltsam, der Erlkönig vom Februar hatte die Klappe rechts. Vielleicht hat Mercedes erkannt, dass ein Ladeport auf der Fahrerseite praktischer ist?

Mercedes-AMG GT 73 spy photo
AMG GT 73 e (Erlkönig vom Februar)

Der Plug-in-Antriebsstrang soll auf dem 4,0-Liter-V8 aus dem GT 63 S als Verbrenner basieren. Der liefert 639 PS. Dazu kommt ein Elektromotor. In den Plug-in-Hybriden der E-Klasse (auf der der GT 4-Türer basiert) ist es ein 122-PS-Aggregat. Die Werte lassen sich nicht einfach addieren, bei den E-Klasse-Plug-in-Hybriden liegt die Systemleistung etwas unter der Summe. Damit würden sich etwa 750 PS ergeben. Wenn die Zahl von 800 PS stimmt, muss der GT 73 e also einen anderen E-Motor erhalten.

Wie beim GT 63 und GT 63 S soll ein Neungang-Mehrfachkupplungsgetriebe (MCT 9G) eingesetzt werden. Der Normsprint soll nach etwas mehr als 2,5 Sekunden beendet sein – über eine halbe Sekunde schneller als beim GT 63 S, der 3,2 Sekunden braucht.

Der neue AMG wird gegen den Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid antreten, der mit 680 PS weniger Leistung hat, aber mit einem Normsprint in 3,4 Sekunden ähnliche Fahrleistungen. Der Preis des Porsche liegt bei etwa 190.000 Euro, der AMG GT 63 S ist für etwa 167.000 Euro zu haben. Der Preis des AMG GT 73 e dürfte eher bei 190.000 Euro liegen. Vorgestellt wird der Neuling irgendwann im Jahr 2020, Marktstart soll dann Anfang 2021 sein. 

Bildergalerie: Mercedes-AMG GT 73 Viertürer als Erlkönig