Eine Art Kiel mit Propeller-Einheit ermöglicht bis zu 45 km/h

Ist das cool oder nicht? Ein Surfbrett mit Elektroantrieb! Das Fliteboard vom gleichnamigen australischen Hersteller funktioniert wie ein elektrisch angetriebenes Tragflächenboot. Wir stellen Ihnen das ungewöhnliche eFoil-Konzept vor.

Das Fliteboard besteht aus dem Surfbrett und einem Elektromotor mit Propeller an einer Art Kiel, der ins Wasser taucht. Die speichernde Lithium-Ionen-Batterie (die so genannte Flite Cell) erlaubt Surfabenteuer bis zu anderthalb Stunden (bei einem 80 Kilo schweren Wassersportler) und Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h.

Fliteboard

Anders als bei anderen eFoil-Surfbrettern befindet sich der Elektromotor beim Fliteboard nicht im Surfbrett, sondern in einem torpedoförmigen Element am unteren Ende des Kiels. So wird er vom Wasser gekühlt. Weiterer Vorteil: Wenn der Motor defekt ist, muss nicht das Surfbrett, sondern nur das untere Element eingeschickt werden.

Fliteboard

Die Steuerung des Bords erfolgt über eine wasserdichte Fernbedienung. Dieser Flite Controller, wird beim Surfen in der Hand gehalten. Das Gerät zeigt auf seinem LCD-Display auch GPS-Daten, Geschwindigkeit und Ladezustand an.

Die Motorleistung wird mit dem Zeigefinger über eine Art Abzug geregelt. Alternativ gibt es 20 Leistungsstufen, die über eine Plus- und eine Minus-Taste aktiviert werden. So muss der Fahrer seinen Zeigefinger nicht verkrampfen, um das Tempo zu halten.

Wenn der Winkel des Bretts anormal ist (zum Beispiel bei einem Unfall), wird der Motor sofort gestoppt. Auch außerhalb des Wassers funktioniert der Motor aus Sicherheitsgründen nicht.

Das Fliteboard protokolliert und speichert etwa 30 Daten, und das fünfmal pro Sekunde. Diese können bei Problemen zur Fehlerdiagnose verwendet werden. Die geplante Flite App fürs eigene Handy soll es auch dem Benutzer ermöglichen, sich die Fahrdaten anzusehen und in sozialen Netzwerken mit Freunden zu teilen. Über die Mobilfunkverbindung sollen dann auch Software-Updates für das Fliteboard verteilt werden -- solche Over-the-Air-Updates bietet auch Tesla für seine Autos an.

Fliteboard

Drei verschiedene Varianten werden angeboten: Fliteboard, Fliteboard Pro und Fliteboard Air. Das Fliteboard ist das Einsteigermodell; es misst 1,73 Meter mal 71 Zentimeter. Das 1,52 Meter mal 62 Zentimeter große Fliteboard Pro ist das Brett für fortgeschrittene User. Das Fliteboard Air ist aufblasbar und dadurch besonders transportabel. Es misst 1,98 Meter mal 76 Zentimeter.

Bei den nicht aufblasbaren Brettern kann man außerdem zwischen drei Farben (Hellgrau, Schwarz und Holz-Look) sowie zwischen kurzem und langem Kiel (60 oder 75 Zentimeter) wählen.

Zudem kann man die Art der Stabilisierung durch verschiedene Wings (am Vorderende des Unterwasser-Elements) wählen: Der Cruiser Wing sorgt für Auftrieb schon bei niedrigem Tempo und stabiles Surfen selbst bei geringen Geschwindigkeiten. Der Flyer Wing erhöht die Stabilität bei mittlerem und hohem Tempo.

Zwei Batteriegrößen werden angeboten: Sport (1,65 kWh) und Explore (2,10 kWh). Zwei Ladegeräte sind bestellbar. Es lädt die Batterie entweder mit 20 Ampere in etwa drei Stunden oder mit 25 Ampere in zwei Stunden. Die Preise für das Fliteboard beginnen bei 13.420 Euro (inklusive Lieferung).

Bildergalerie: Fliteboard (Elektro-Surfbord)