Mit Anhänger bestückt mehr als ein Kinderspielzeug

Die drei Buchstaben e.Go kennen Elektro-Fans vielleicht vom e.Go Life und vom e.Go Mover. Aber die Firma rund um den Aachener Professor Günther Schuh hat noch ein Modell im Portfolio: das e.Go Kart. Wir stellen Ihnen das Fahrzeug vor.

Auf den ersten Blick wirkt das 2,10 Meter lange Wägelchen wie die beliebten Kettcars, mit denen die Jungs der 70er-Jahre durch die Vorstädte pedalierten. Doch das e.Go Kart wird nicht allein mit Pedalkraft bewegt, sondern hat einen Pedelec-Antrieb.

Der Elektromotor bietet 250 Watt Leistung und befindet sich am Tretlager. Wie beim Pedelec unterstützt er den Fahrer bis zu einem Tempo von 25 km/h. Das stufenlose NuVinci-Nabengetriebe passt sich automatisch der Geschwindigkeit und der Trittfrequenz an. Schalten muss man also genauso wenig wie beim traditionellen Gokart.

e.Go Kart

Dazu kommen ein Alu-Rahmen und 20-Zoll-Felgen. Die Bilder zeigen Kenda-Kraze-Reifen, doch laut Online-Konfigurator wird das Kart mit Schwalbe Big Apple bestückt. Für Sicherheit sorgen serienmäßig zwei LED-Scheinwerfer, ein Rücklicht und Scheibenbremsen an allen vier Rädern.

Der Akku lässt sich herausnehmen und bequem in der Wohnung aufladen. Das dauert laut Hersteller etwa vier Stunden. Die Batterie bietet eine Speicherkapazität von 509 Wattstunden, was je nach Fahrweise für mindestens 25 Kilometer reichen soll – im Vergleich zu den meisten Pedelecs ist das nicht gerade viel.

Gründe für die geringe Reichweite könnten der erhöhte Fahrwiderstand durch vier Räder sein, aber auch das hohe Gewicht von 67 Kilo. Zu den Vorteilen des Gefährts gehört die höhere Sicherheit bei glatter Fahrbahn; da sind vier Räder immer besser als zwei.

Als Zubehör bietet e.Go einen 13-Liter-Transportkorb an. Wer mehr transportieren will, kann für 290 Euro einen Anhänger mit 90 Liter-Box ordern, in den man 40 Kilo einladen kann. Der Anhänger lässt sich auch als Handkarren nutzen. Damit bestückt, hebt sich das Gefährt dann doch deutlich vom Kinderspielzeug ab und wird zum nützlichen Alltagshelfer.

Vielleicht ist das Gefährt eine interessante Option für ältere Menschen, die sich nicht mehr auf ein Zweirad trauen. Für den Einkauf in der Stadt müsste die Reichweite genügen. Laut Hersteller gelten für das Kart die gleichen Verkehrsregeln wie für Fahrräder. Das heißt, man benutzt den Radweg, wenn vorhanden; ansonsten fährt man auf der Straße. Die Preise für das Kart beginnen bei 3.990 Euro.

Quelle: e.Go Mobile

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