Auslieferung hat begonnen, doch auf die günstige Basisversion muss man noch warten

Der Elektro-Kleinstwagen e.Go Life startet. Das Basismodell soll es schon ab 15.900 Euro geben, doch wie bei E-Autos üblich, folgt diese Variante erst später. Der Aachener Hersteller e.GO Mobile AG begann nun mit der Auslieferung. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet nahm einen der ersten Strom-Flitzer entgegen. 

Der e.Go Life ist ein nur 3,35 Meter langer Viersitzer mit drei Türen. Er soll sich laut Hersteller besonders als Zweitwagen oder als Flottenfahrzeug eignen, und zwar vor allem für die Stadt. Ursprünglich sollte der Wagen ein Leichtelektromobil werden, doch später entwickelte er sich zu einem normalen Pkw der Fahrzeugklasse M1. Die Karosserie besteht aus einem Aluminium-Spaceframe und einer Kunststoffaußenhaut. Das Leergewicht liegt bei 1.231 Kilo. 

Zum Start gibt es laut Hersteller eine Version mit 82 PS (60 kW) und einem Akku mit 21,5 kWh Speicherkapazität. Ab Ende 2019 folgen dann zwei weitere Varianten mit 40 und 20 kW und kleineren Batterien. Dann sinken die Preise von 19.900 Euro (Life 60) bis auf 15.900 Euro (Life 20). Von den angegebenen Preisen kann der Käufer noch den Elektro-Bonus von 4.000 Euro abziehen. Aufgeladen wird entweder an der normalen Haushaltssteckdose in knapp 10 Stunden oder mit Typ-2-Stecker (einphasig) in sechs Stunden.

Das Elektroauto-Magazin Electrive meldete unter Berufung auf den Hersteller folgende Daten:

  Höchstgeschwindigkeit Akku/Reichweite (WLTP) Preis
Life 20 (20 kW/27 PS) 112 km/h 14,5 kWh/100 km ab 15.900 Euro
Life 40 (40 kW/54 PS) 123 km/h 17,5 kWh/113 km ab 17.400 Euro
Life 60 (60 kW/82 PS) 142 km/h 23,5 kWh/ 145 km ab 19.900 Euro

Laut Electrive wird allerdings zunächst nur eine First Edition zum vergleichsweise astronomischen Preis von 24.650 Euro gebaut. Die ersten 1.000 Exemplare werden mit einer Kleinstserienzulassung ausgeliefert, bei der kein ESP notwendig ist. Denn das ESP ist derzeit noch nicht homologiert. Diese Exemplare werden außerdem auf 53 kW gedrosselt und haben keine Rekuperation, was die Reichweite verringert. Richtig losgehen soll es dann (mit ESP und Rekuperation) erst ab Herbst 2019.

e.GO Life
e.GO Life

Es liegen bereits Vorbestellungen für 3.300 Fahrzeuge vor, die bis Anfang 2020 abgearbeitet werden sollen. Die Jahresproduktion soll dann durch Einführung einer zweiten Schicht auf 15.000 Stück jährlich gesteigert werden.

Die Serienversion des e.Go Life wurde auf dem Genfer Autosalon 2019 gezeigt, die Produktion begann kurz danach. Der Kopf hinter e.GO Mobile ist Günther Schuh, Professor für Produktionssystematik an der RWTH Aachen, auf dessen Campus sich auch das Produktionswerk des e.Go Life befindet. Schuh war auch an der Konzeption des Elektro-Lieferwagens Streetscooter beteiligt, der bei Ford für die Deutsche Post produziert wird.

Quellen: e-go-mobile.comElectrive zu den ESP-ProblemenElectrive über die Akkudaten

Bilder: © e.GO Mobile AG

Bildergalerie: e.GO Life