Home

News

Green Cars

Schaeffler Bio-Hybrid: Das E-Bike mit vier Rädern startet Ende 2020

Anwendung als Pakettransporter, Kurierfahrzeug oder – als mobile Kaffeebar

Schaeffler Bio-Hybrid (2020)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

12. Dez. 2019 um 17:12 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Warum haben eigentlich E-Bikes (auch Pedelecs genannt) nur zwei Räder? Könnte man nicht vier Räder dran machen und es dann für umfangreichere Transportaufgaben nutzen? Das hat sich offenbar der deutsche Auto-Zulieferer Schaeffler gedacht und entwickelt seinen so genannten Bio-Hybrid.

Mehr urbane Mikromobilität:

Seat Minimó für die "urbane Mikromobilität"

Acht Elektro-Kick-Scooter im ADAC-Test

Schon 2016 hat Schaeffler einen ersten Prototypen präsentiert. Seither wurde eigens die Tochterfirma Schaeffler Bio-Hybrid GmbH gegründet, und seit Oktober 2019 werden die vierrädrigen Pedelecs auf Deutschlands Fahrradwegen und Straßen getestet. Ende 2020 soll das Wägelchen dann in Serie gehen. es wird eine Passenger- und eine Cargo-Variante geben.

Schaeffler Bio-Hybrid (2020)

Gedacht sind die Wägelchen für alle möglichen Use Cases: als Paket-Lieferwagen, als Kurierfahrzeug, zum Ausliefern von Pizza und ähnlichem (Stichwort Lieferando & Co) und vieles mehr. Sogar eine mobile Kaffeebar auf Basis der modular aufgebauten Cargo-Variante erscheint auf einem der Bilder zu dem Fahrzeug.

Aber die meisten Anwendungen sind nahe liegender. Ein sperriger Lieferwagen kommt nur schwer durch den dichten Verkehr in der Stadt und findet selten einen legalen Parkplatz. Da wäre ein Cargo-Modell mit Kasten hinten eine praktische Alternative. Mit dem wendigen Bio-Hybrid könnten Kurierfahrer auf dem Radweg am Stau vorbeifahren und direkt vor der Tür halten. So wie bei Christian Hollweck, Inhaber des Babyfachgeschäfts Rasselfisch in München. „Mit dem Bio-Hybrid ist eine schnelle und kostengünstige Lieferung im Umkreis von zehn Kilometern ohne Weiteres denkbar. Durch die geschlossene Box kommen auch sperrige Pakete wie Kindersitze oder Kinderwagen sicher bei den Kunden an“, so der Geschäftsmann. Außerdem passe der Bio-Hybrid perfekt zur ökologischen Philosophie des Ladens.

Schaeffler Bio-Hybrid (2020)

Die Vorteile des Bio-Hybrid zeigen sich auch bei weniger sperrigen Paketen. Zum Beispiel, wenn ein Kurierfahrer die Pick-up-Variante des Bio-Hybrid mühelos durch die Straßen Münchens manövriert, um die Salate eines gesunden Bringdienstes auszuliefern. Die Ladefläche fasst dabei ohne Probleme zwei Thermoboxen.

Schaefller-Bio-Hybrid-Chef Gerald Vollnhals zog nach den Tests ein positives Fazit: „Wir haben dokumentiert, dass der Bio-Hybrid in der Passenger- und vor allem in der Cargo-Variante vielfältig einsetzbar ist. Unser Ziel ist es, eine breite Käuferschicht anzusprechen.“

Eine mögliche Anwendung besteht auch im Einsatz auf einem größeren Firmengelände. Daher wurde der Bio-Hybrid kürzlich auf einem rund 40 Hektar großen Firmencampus in der Region Nürnberg getestet. Die Testbereiche umfassten interne Logistik, Werkssicherheit, Cateringmanagement sowie verschiedene Materialtransporte.

Die getesteten Prototypen haben schon alle Funktionalitäten des Serienmodells. Der Preis wurde noch nicht genannt. Auch technische Daten wie Zuladung, Maße, Reichweite und dergleichen sind noch nicht bekannt.

Bildergalerie: Schaeffler Bio-Hybrid

Bio-Hybrid Duo

12

Bio-Hybrid Duo Bio-Hybrid Duo Schaeffler Bio-Hybrid (2020) Schaeffler Bio-Hybrid (2020) Schaeffler Bio-Hybrid (2020) Schaeffler Bio-Hybrid (2020)

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Der nächste ID. Buzz soll billiger werden



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Audi-Elektroauto erzielt Rekord: 1.338 km mit einer Ladung



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Diese exzentrischen Stromer sind Saudi-Arabiens erste eigene Autos



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Elektrisches Mercedes-AMG GT 53 4-Türer Coupé hat „authentischen“ Sechszylinder-Sound