Elektro-SUV nun optional mit dreiphasigem Laden

Kia spendiert dem e-Niro zum Modelljahr 2020 mehr Ausstattung. Zu den technischen Neuerungen gehören ein 10,25-Zoll-Navi mit dem Onlinedienst Uvo Connect, ein Drei-Phasen-Onboard-Lader und eine Verkehrszeichenerkennung. Das Armaturenbrett und die LED-Rückleuchten des Elektro-SUVs bekommen ein neues Design. Außerdem gibt es eine neue Lackfarbe (Yachtblau Metallic) und ein Interieur-Paket mit Farbakzenten in Electric Blue.

Die Unterschiede bei den Rückleuchten sind hier gut zu erkennen:

Kia e-Niro (2020)
e-Niro (2020)
Kia e-Niro (2019) im Test
e-Niro (2018)

Nach wie vor wird der elektrisch angetriebene Niro in zwei Motorisierungen mit unterschiedlichen Reichweiten angeboten:

  Basismodell Topmodell
Leistung 100 kW/136 PS 150 kW/204 PS 
Akku 39 kWh 64 kWh
Reichweite 289 km 455 km
0-100 km/h 9,8 Sek. 7,8 Sek.
Basispreis (Ausstattung) 35.290 Euro (Edition 7) 39.090 Euro (Edition 7)

Beide Varianten verfügen über einen CCS-Ladeanschluss, über den sich die Batterie an einer 100-kW-Station in 54 Minuten aufladen lässt (0 bis 80 Prozent). Beim Laden mit einphasigem Wechselstrom (230 Volt) kommt der serienmäßige Onboard-Charger zum Einsatz. Damit dauert ein kompletter Ladevorgang laut offiziellem Kia-Prospekt 11:15 Stunden beim kleineren Akku, bei dem größeren sogar fast 18 Stunden. Dabei wird mit 7,2 kW geladen. Etwas schneller geht es mit dem neuen 10,5-kW-Ladegerät (optional für alle Ausführungen). Damit kann dreiphasiger Wechselstrom genutzt werden. Wie lang der Ladevorgang damit dauert, teilt Kia noch nicht mit.

Beide Motorisierungen sind in den Ausstattungen Edition 7, Vision und Spirit erhältlich. Die Basisversion bietet bereits Klimaautomatik, Smart-Key und ein Audiosystem mit 8-Zoll-Touchscreen, das das bisherige 7-Zoll-Radio ablöst. Es beinhaltet eine Smartphone-Schnittstelle und Digitalradio (DAB+). Ebenfalls Standard sind Stauassistent, Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, aktiver Spurhalteassistent, Fernlichtassistent und Müdigkeitswarner.

Kia e-Niro (2020)
Der große 10,25-Zoll-Touchscreen

Die neue Verkehrszeichenerkennung gehört ab Vision zum Serienumfang, ebenso wie die 10,25-Zoll-Navigation, die die bisherigen 7,0- beziehungsweise 8,0-Zoll-Systeme ersetzt. Das neue Infotainmentsystem bietet neben Bluetooth-Mehrfachverbindungen und Split-Screen-Funktion auch den Onlinedienst Uvo Connect.

Dieser Dienst liefert Echtzeitinformationen zu Verkehrslage, Wetter, Points of Interest, Parkmöglichkeiten und Ladestationen. Das Navi bezieht diese Daten über eine eigene SIM-Karte. Mit der Uvo-App lassen sich Fahrzeuginformationen abrufen, Routen an das Navigationssystem übertragen, die Klimaautomatik fernbedienen oder das Fahrzeug orten.

Kia e-Niro (2020)
Cockpit mit Akzenten in "Electric Blue"

Im e-Niro sind außerdem verfügbar: LED-Scheinwerfer, ein Premium-Soundsystem, eine induktive Smartphone-Ladestation, eine 220-Volt-Steckdose, eine Lederausstattung, ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz, eine Sitzventilation vorn, ein Glasschiebedach sowie ein Totwinkelwarner,  ein Querverkehrwarner, ein Vorheizsystem für die Batterie und eine energiesparende Wärmepumpe für die Innenraumklimatisierung.

Trotz der verbesserten Ausstattung sind die Preise aller Ausführungen unverändert geblieben. Die 100-kW-Version gibt es ab 35.290 Euro, die 150-kW-Version kostet mindestens 39.090 Euro. Die Kia-typische 7-Jahre-Garantie gilt auch für die Batterie. Bei den Versionen mit Kartennavigation sind auch das Kartenupdate und die kostenfreie Nutzung von Uvo Connect für sieben Jahre inbegriffen.

Bildergalerie: Kia Niro Hybrid 2020 (Facelift, US-Version)