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Kode 0 von Ken Okuyama: Supercar Sonntag
Das Einzelstück auf Basis eines bekannten Italo-Supercars stammt von einem der weltbesten Autodesigner


Von: Jeff Perez
Veröffentlicht von: Stefan Wagner
19. Dez. 2019 um 09:32 Uhr
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Name: Kode 0
Debüt: 2017
Motor: 6,5-Liter-V12
Technische Daten: 700 PS, 690 Nm; 1.550 Kilo; 0-100 in 2,9 Sekunden, Preis: circa 1,5 Millionen Euro
Bevor wir über das Auto sprechen, sollten wir zuerst über den Mann hinter dem Auto reden: Ken Okuyama. Sollte Ihnen der Name bekannt vorkommen, dann ist das kein Zufall. Okuyama zählt zur Elite der Automobildesigner. Einen nicht unwesentlichen Teil seiner Karriere verbrachte er bei Pininfarina. Dort verdiente er sich seine Meriten durch die Mitarbeit an Ikonen wie dem originalen Honda NSX, der Ferrari 599 GTB, dem Ferrari Enzo, dem Maserati Birdcage 75th Concept und sogar an der vierten Generation des Chevrolet Camaro. Na gut, letzteres Gefährt verhalf Herrn Okuyama - freundlich ausgedrückt - wohl zu nicht ganz so viel Ruhm und Ehre wie die übrigen Autos in dieser Aufzählung.
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2006 jedoch verließ Ken Okuyama Pininfarina. Nach einem kurzen Intermezzo, in dem er seine eigene Brillen-Kollektion entwarf (die Ken Okuyama Eyes Collection), kreierte er sein erstes Concept Car unter eigenem Namen - den K.O 7 Spider. Öffentlich vorstellig wurde er mit dem verführerischen Zweisitzer-Cabrio auf dem Genfer Autosalon 2008. Es war der Startschuss zu einer beeindruckenden Serie an Studien und Einzelstücken, inklusive des Fahrzeugs, das Sie hier bewundern können.
Erfolgskode
Der Kode 0 debütierte im Jahr 2017 auf dem Concours in Pebble Beach. Der mit festem Dach versehene Nachfolger des gleichermaßen beeindruckenden Kode57 Enji überwältigt mit "Traumauto-Proportionen" der 1970er, angelehnt an Klassiker wie Lamborghini Countach, Miura oder Lancia Stratos Zero. Das grazile Profil und die extrem gestraffte Silhouette des Kode 0 werden durch aggressive Details wie den kantigen Frontsplitter, die scharf geschnittenen LED-Scheinwerfer, den Auspuff in Dreiecksform oder die großen 21-Zoll-Räder aufgebrochen. Logos mit dem Stier sucht man aber vergeblich, Lamborghini selbst hatte bei diesem Auto nicht einen Finger im Spiel.



Unter der schlanken Linie verbirgt sich ein 6,5-Liter-V12 mit 700 PS und 690 Nm Drehmoment. Mit 1.550 Kilogramm wiegt der Hecktriebler gut 300 Kilo weniger als das Flaggschiff eines gewissen italienischen Herstellers, das verblüffend ähnliche Leistungsdaten aufweist. Die Zeit für den Sprint von 0-100 km/h wird mit 2,9 Sekunden angegeben.
Fertig und weg
Der Kode 0 avancierte in Pebble Beach zum Hit. Ein paar Monate später erhielt er noch mehr Aufmerksamkeit, als er einen Auftritt in Jay Lenos Garage absolvierte. Das Video erzielte knapp 1,2 Millionen Aufrufe bei YouTube. Nichtsdestotrotz hatte Okuyama nie die Absicht, den Kode 0 in größerem Stile zu produzieren. Das einzige bestehende Exemplar kostete seinen Besitzer 1,5 Millionen US-Dollar (etwa 1,36 Millionen Euro) plus die knapp 350.000 Euro für das Basisfahrzeug, das hier nicht genannt werden darf. Überraschenderweise fand man das Auto bereits 2018 auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Mit lediglich 2.200 Kilometer auf der Uhr. Obwohl der Verkäufer nie mit dem letztendlichen Verkaufspreis herausrückte, dürfte er für weit mehr als eine Million Euro den Besitzer gewechselt haben. Es handelt sich schließlich um einen echten Okuyama.
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Bildergalerie: Ken Okuyama Kode 0
Lamborghini
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