Ist das der ultimative Lambo?

Sehen wir hier den schönsten Lamborghini aller Zeiten? Wenn es nach uns geht, auf jeden Fall. Was hier virtuell vor Ihnen steht, ist der einzige je gebaute Miura SVR. Sein Hersteller beschreibt ihn als „einen der atemberaubendsten Lamborghinis, die je gebaut wurden“. Jetzt versetzte man ihn im firmeneigenen Polo Storico in seinen ursprünglichen Zustand und verhalf ihm zu altem Glanz.

1968 geboren
Das Restaurationsobjekt begann sein Leben als „normaler“ Miura S. 1968 wurde es in „Verde Miura“ mit schwarzem Leder-Interieur an einen Händler in Turin ausgeliefert. Nachdem das Auto in relativ kurzer Zeit acht Mal den Besitzer gewechselt hatte, ging es an den Deutschen Heinz Straber, der bei Lamborghini die Transformation zum SVR in Auftrag gab. Guter Heinz.

Schuld am SVR ist ein Deutscher
Im Prinzip handelt sich beim SVR um eine extremere Version eines an sich schon reichlich extremen Lamborghini – dem Miura SVJ. Entwickelt wurde der SVJ vom damaligen Lambo-Testfahrer Bob Wallace. Das Original wurde bei einem Unfall zerstört, aber später baute man auf Anfrage noch eine Handvoll weiterer Exemplare. Dafür wurden existierende Chassis umgemodelt. Heinz Straber jedoch wollte etwas noch Haarsträubenderes. Also baute man ihm einen SVR. Der Umbau dauerte 18 Monate. In denen der liebe Heinz offenbar einen Sinneswandel vollzog. Denn sobald sein SVR fertig war, verkaufte er ihn an einen Herren aus Japan. Dort blieb er für vier Jahrzehnte, diente als Inspiration für eine Komikbuch-Serie namens „Circuit Wolf“ und war Vorlage für ein 1:18-Modell des japanischen Spielwaren-Herstellers Kyosho.

Kleine Abweichungen
Laut dem Leiter von Lamborghinis Klassik-Zentrum Polo Storico, Paolo Gabrielli, dauerte die Restaurierung 19 Monate: „Bei dieser neunzehn Monate langen Restaurierung mussten wir anders als sonst vorgehen. Das Original Produktionsdatenblatt war keine große Hilfe. Maßgebend waren die Spezifikationen des 1974 durchgeführten Umbaus. Die vom Polo Storico vorgenommene Komplettrestaurierung war daher ziemlich anspruchsvoll, denn das Fahrzeug kam zerlegt in Sant’Agata Bolognese an, wenn auch mit sämtlichen Teilen, wies aber zahlreiche Umbauten auf. Abweichend von den Originalspezifikationen wurden im Rahmen der Restaurierung auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden Vierpunkt-Sicherheitsgurte, anatomische Sitze und ein demontierbarer Überrollbügel eingebaut, um ein Höchstmaß an Sicherheit bei den geplanten Renneinsätzen des Fahrzeugs zu garantieren.“

Er lebt wieder
Nun ist der Miura mit der Fahrgestellnummer 3781, Motornummer 2511 und Karosserienummer 383 wieder auferstanden. Sehr gute Nachrichten.

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