Nur 3.000 Stück sollen entstehen

Der neue Mini John Cooper Works GP ist da. Mit dem vom Clubman JCW bekannten 306-PS-Turbo sprintet der auf dem Dreitürer basierende Zweisitzer in nur 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Vorgestellt wird der Neuling auf der Los Angeles Auto Show (22. November bis 1. Dezember 2019). Anschließend wird er in einer Auflage von 3.000 Stück in Oxford produziert. Die Auslieferung beginnt im März 2020.

Bei Testfahrten umrundete es die Nürburgring-Nordschleife in unter acht Minuten. Der Motor leistet 75 PS mehr als der Antrieb des normalen Mini John Cooper Works (JCW). Der Turbo-Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum bietet ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter, das von 1.750 bis 4.500 U/min angeboten wird. Die Höchstleistung wird zwischen 5.000 und 6.250 Touren zur Verfügung gestellt. Maximal sind 265 km/h möglich.

Mini John Cooper Works GP (2020)

Eine modellspezifische Abgasanlage bringt die Power akustisch zur Geltung. Bei niedrigen Drehzahlen erzeugt sie ein zurückhaltendes Klangbild, unter Volllast wird der Sound giftig. Zwei 90-Millimeter-Endrohre mit matt gebürsteten Edelstahlblenden entlassen das Abgas in die Umwelt. Um die Emissionen unter die Grenzwerte von Euro-6d-Temp zu drücken, hat der Wagen einen Otto-Partikelfilter.

Mini John Cooper Works GP (2020)

Die modellspezifische Achtgang-Automatik mit modellspezifischem Wahlschalter verfolgt eine besonders sportliche Schaltstrategie. Das Getriebe bietet schärfere Bremsrückschaltungen und direkte Mehrfachrückschaltungen bei starken Beschleunigungsvorgängen. Im automatischen Sportmodus (Getriebegasse DS) werden außerdem ein erhöhtes Drehzahlniveau, eine direkte Rückmeldung auf Schaltbefehle und eine nochmals gesteigerte Schaltdynamik spürbar.

Die in das Getriebe integrierte mechanische Differenzialsperre sorgt bei besonders dynamischer Kurvenfahrt für eine die Traktion fördernde Verteilung des Antriebsmoments zwischen dem rechten und dem linken Vorderrad. Sie ist mit dem ESP vernetzt und wirkt als Quersperre zur Reduzierung der Drehzahldifferenz zwischen den Vorderrädern. Unter Lastanforderung kann dabei eine Sperrwirkung von bis zu 31 Prozent erzeugt werden. Die mechanische Sperre wirkt sowohl bei unterschiedlichen Reibwerten als auch bei einer Drehzahldifferenz zwischen dem rechten und dem linken Antriebsrad einem Traktionsverlust entgegen. Dazu leitet sie einen höheren Anteil des Antriebsmoments an das Rad mit der besseren Haftung beziehungsweise das langsamer drehende Rad. Dadurch wird die Tendenz zum Unter- oder  Übersteuern frühzeitig unterbunden. So kann der neue Mini John Cooper Works GP besonders agil einlenken und noch dynamischer aus Kurven herausbeschleunigen.

Zu den Besonderheiten zählt auch eine besonders straffe Anbindung von Motor und Getriebe an die Karosserie. Im Bereich des Unterbodens wurde die Tunnelquerbrücke durch eine massive Abstützung für den ebenfalls modifizierten Hinterachsträger ersetzt. Der großzügig dimensionierte, in Rechteckform verlaufende Strebenrahmen schafft ideale Voraussetzungen für eine auf höchste Querbeschleunigungswerte ausgelegte Fahrwerksabstimmung. Im Vorderwagen wird die Fahrwerksanbindung durch eine Domstrebe optimiert.

Zur Steigerung der Agilität wurden die Steifigkeit der Achsaufhängungen sowie die Spurweiten vergrößert. Gegenüber dem normalen Mini JCW liegt die GT-Version zudem einen Zentimeter tiefer. Speziell abgestimmte Tragfedern sind ebenso Bestandteil des modifizierten Fahrwerks wie die speziell darauf abgestimmten Zusatzfedern, Dämpfer und Stabilisatoren. Erhöhte Sturzwerte vorne und hinten steigern die Seitenführungskräfte bei dynamischer Kurvenfahrt. Das ESP (im BMW-Konzern als DSC bezeichnet) bietet alternativ zur Standardeinstellung auch einen GP Mode mit höheren Eingriffsschwellen sowie einen "DSC off"-Modus. Für die Verzögerung sorgt eine Sportbremsanlage mit Vier-Kolben-Festsattel-Scheibenbremsen an den Vorderrädern sowie Ein-Kolben-Faustsattel-Scheibenbremsen hinten. Vorne messen die Scheiben 360 × 30 Millimeter. Sie sind in der Farbe Chili Red lackiert und tragen das JCW-Logo.

Serienmäßig ist der JCW GP mit 18-Zoll-Leichtbau-Schmiederädern ausgestattet. Sie wiegen weniger als neun Kilo pro Stück und sind mit High-Performance-Reifen der Größe 225/35 R 18  bestückt. Die Nabenkappen tragen den GP-Schriftzug.

Mini John Cooper Works GP (2020)

Optisch ist die GP-Variante an einem großen Dachspoiler erkennbar. Auch die spezielle Frontschürze und die ausgestellten Radlaufblenden sind Erkennungszeichen. Letztere setzen mit ihrem Look auch optische Highlights, so Mini. Das GP-Auto ist das erste Serienfahrzeug des Konzerns mit einer matten CFK-Sichtoptik-Lackierung. Auf den vorderen Radlaufblenden findet sich die individuelle Nummer des Autos (zwischen "0001" und "3000").

Lackiert wird der Wagen stets in "Racing Grey Metallic", Dach und Außenspiegelkappen sind in der Kontrastfarbe "Melting Silver Metallic" gehalten. 

Mini John Cooper Works GP (2020)

Innen gibt es zwei Sportsitze in Dinamica-Leder-Kombination mit silberfarbenen Seitenrändern, roten Akzentnähten, einem GP-Badge unter den integrierten Kopfstützen und roten Gurtbändern. Die Interieurleiste auf der Beifahrerseite trägt die Nummerierung des jeweiligen Fahrzeugs. Sie wird im 3D-Druck-Verfahren individuell für jeden der insgesamt 3 000 Extremsportler angefertigt. Der Preis liegt bei 45.000 Euro.

Bildergalerie: Mini John Cooper Works GP (2020)