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Car2X-Technologie: Ford und Vodafone testen Anzeige freier Parkplätze
Freie Plätze in Parkhäusern schneller finden

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
1. Jul. 2019 um 12:42 Uhr
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In Städten wie Frankfurt oder London verbringt der Durchschnittsfahrer jedes Jahr bis zu 67 Stunden mit der Suche nach Parkplätzen. Das Umherfahren ist für schätzungsweise 30 Prozent des Stadtverkehrs verantwortlich. Ford und Vodafone testen jetzt eine neue Technologie, die die Suche nach Parkplätzen erleichtern könnte.
Das Leitsystem Parking Space Guidance basiert auf Car2X-Technologie, bei der Autos in Echtzeit Informationen mit der Verkehrsinfrastruktur austauschen. Es zeigt dem Fahrer die angebotenen Parkplätze in nahe gelegenen Parkhäusern an – und führt über das Navigationssystem auch gleich dorthin. Das Leitsystem nutzt die Daten von Parkhäusern und gewerblichen Stellplätzen und hält sie in einem zentralen Computersystem vor. Während das Auto durch die Stadt kurvt, erhält es von diesem Rechner die relevanten Parkhausinformationen auf Basis der GPS-Koordinaten des Autos.
Getestet wird das System im Rahmen von KoMoD (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf), einem 15-Millionen-Euro-Projekt für die praktische Erprobung neuer Connected-Car-Technologien und des automatisierten Fahrens. Weitere Funktionen, die von Ford und Vodafone im Rahmen von KoMoD demonstriert werden:
- Ein Ampelassistenzsystem zeigt die verbleibende Zeit für die aktuelle Rot- oder Grünphase im Auto an. Eine rechtzeitige Warnung vor einer roten Ampel kann Bremsmanöver verringern, was zu Vorteilen bei Sicherheit, Kraftstoffverbrauch und Verkehrsfluss führen kann. Ein ähnliches System hat Audi unter dem Namen GLOSA bereits in Serie.
- Das Tunnelinformationssystem liefert Informationen zu gesperrten Fahrspuren, Tempolimits und langsam fahrenden Fahrzeugen in vorausliegenden Tunneln.
- Das "Vario-Display" liefert aktuelle Informationen zu Events, die sich auf die Verkehrslage auswirken können, etwa Konzerte oder Fußballspiele.
- Ein Verkehrsleitsystem trägt durch Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen zur Verbesserung des gesamten Verkehrsflusses bei.
- Eine "Verkehrszeichenübertragung" sendet Informationen zu Tempolimits und Warnschildern direkt an die Fahrzeuge. Denn eine Verkehrszeichenerkennung mithilfe von Kameras, die es bereits in vielen Modellen gibt, kann sie bei schlechtem Wetter oder bei Schildern, die von hohen Lkw verdeckt werden, nicht richtig funktionieren. Bei der Verkehrszeichenübertragung wird die Information über eine Mobilfunkverbindung vom Verkehrsschild ins Auto gesendet.
- Die Schlechtwetterwarnung meldet automatisch die Wetterbedingungen von einem Fahrzeug zu anderen Fahrzeugen in der Nähe (also Car2Car). Wenn beispielsweise der regensensor eines Autos einsetzenden Regen erkennen, werden nachfolgende Fahrer gewarnt, so dass sie ihre Geschwindigkeit anpassen können.

Das Ampelinformationssystem zeigt, wie lang es noch bis "Grün" dauert
Bereits zuvor haben die Versuche die Vorteile einer Unfallinformation gezeigt, die nachfolgende Fahrzeuge warnt, wenn sie auf eine Unfallstelle zufahren. Außerdem wird die Position von Rettungsfahrzeugen in der Nähe angezeigt, was die Bereitschaft erhöhen könnte, eine Rettungsgasse zu bilden.
Vorerst stellen die Car2X-Informationen nur eine Entscheidungshilfe für den Autofahrer dar. In Zukunft wird die Technik eine wichtige Rolle beim autonomen Fahren spielen.
Bildergalerie: Ford und Vodafone testen Car2X-Technik zur Parkplatzsuche

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