Und die V12-Saga geht weiter. Oder auch nicht.

Bei Mercedes hat man schon vor einigen Monaten das weitgehende Aus des Zwölfzylinder-Motors bestätigt. Nun erfahren wir auch aus BMW-Kreisen, dass die Laufbahn des V12 in absehbarer Zeit ein Ende finden wird. 

In einem Interview mit Autoblog.com - das sich eigentlich mehr um die Elektrifizierung künftiger M-Modelle dreht - bekräftigt Markus Flasch, der neue Chef der M GmbH, das baldige Ende des BMW-V12. Nach dessen Zukunft befragt, antwortete der Österreicher: "Über das, was wir aktuell haben hinausgehend, glaube ich nicht, dass wir in absehbarer Zeit noch ein Zwölfzylinder-Modell sehen werden."

Die Bestätigung des M-Bosses widerspricht einem früheren Statement von Michael Bayer, seines Zeichens Leiter Antrieb der 7er-Reihe. Laut Bayer gibt es eine Zukunft für den V12 und er denkt, dass es möglich ist, den Motor auch für die nächste Stufe der EU-Abgasnormen kompatibel zu machen.

Die Zeit wird zeigen, wohin der Weg für den mächtigen 6,6-Liter-Biturbo-V12 geht. Sollten die Zeichen auf Abschied stehen (wovon wir mal stark ausgehen würden), dürfte die Elektrifizierung des 7ers noch mehr in den Vordergrund rücken. Mit dem 745e gibt es ja bereits einen Plug-in-Hybrid, der den bekannten Dreiliter-Sechszylinder mit einem Elektromotor kombiniert und auf eine Systemleistung von 394 PS kommt. Womöglich folgen künftig noch stärkere Hybride.

Das würde sich zumindest sehr gut mit Markus Flaschs Sicht auf Elektrifizierung vertragen. In dem Autoblog.com-Interview sagte der neue Chef der M GmbH nämlich auch, dass künftige M-Fahrzeuge definitiv elektrifiziert sein werden. Man evaluiere alle Formen der Elektrifizierung, Hybride, Plug-in-Hybride und vollelektrische Autos. Man werde nicht die erste High-Performance-Marke sein, die elektrisch wird, aber man wolle die beste sein.

Quelle: Autoblog.com

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