Mercedes-GLE-Konkurrent erhält außerdem Touchscreen und speziellen Fernlichtassistenten

Lexus stellt ein Facelift des RX vor. Neben einer leicht modifizierten Optik erhält der Wagen einen Touchscreen und einen speziellen Fernlichtassistenten.

Optisch sind die neuen Luftlöcher in der Frontschürze am auffälligsten, sie sind nun eher rechteckig als dreieckig. Außerdem erhält der Kühlergrill ein Wabengitter und einen neuen Rahmen.

Lexus RX Facelift (2020)
Lexus RX Facelift (2020)
Lexus RX 2017
Lexus RX (2015)

Die dritte Sitzreihe der Langversion RX L bietet nun zwei verschiedene Sitzpositionen an. Dies ermöglicht bei Bedarf mehr Beinfreiheit, so Lexus. Außerdem erhöhten die Ingenieure die Verwindungssteifigkeit der Karosserie und des Fahrwerks. Neue Stoßdämpfer kamen hinzu. Im Zusammenspiel mit einem Millimeter breiteren, jetzt hohlgebohrten Stabilisatoren und einem steifer ausgeführten Radträger verbessert sich das Ansprechverhalten auf Lenkimpulse, verspricht der Hersteller. Der aktive Kurvenassistent ACA (Active Cornering Assist) reduziert das Untersteuern beim Herausbeschleunigen aus der Kurve. Zeitgleich soll er die verbesserte Abstimmung der elektromechanischen Servolenkung unterstützen.

Die neuen, schneller ansprechenden Stoßdämpfer ermöglichen laut Lexus eine höhere Kurven-Performance und zeichnen sich durch eine neue Reibungsverlustkontrolle (Friction Control Device, FCD) aus. Diese speziellen Gummikomponenten wirken hochfrequenten Vibrationen, wie sie von kleinen Fahrbahndefekten ausgelöst werden können, entgegen.

Eine Licht-Innovation ist der BladeScan-Fernlichtassistent. Dabei wird der Bereich vor dem Fahrzeug mittels einer LED, die auf einen rotierenden Spiegel trifft, gescannt und die einzelnen LED-Leuchtkörper punktgenau gesteuert. Dadurch können auch Bereiche ausgeleuchtet werden, die von konventionellem Fernlicht nicht erfasst werden. Ohne vorausfahrende oder entgegenkommende Autos zu blenden, kann der Fahrer speziell Passanten bei Nacht deutlich früher erkennen: bereits 56 statt 32 Meter vor dem Lexus RX.

Die jüngste Generation des Lexus Safety System+ umfasst ein Kollisionswarnsystem auf Basis einer Frontkamera und eines Mikrowellenradars. Es soll auch Radfahrer bei Tageslicht sowie Fußgänger sogar bei Nacht erkennen. Außerdem gehören ein Abstandstempomat, ein Spurhalteassistent und eine Verkehrszeichenerkennung zu dem System.

Lexus RX Facelift (2020)

Zusätzlich verfügt das Auto nun über ein neues Touch-Display. Eine neue Halterung vereinfacht die Nutzung von Smartphones. Reibungslose Konnektivität garantieren auch die Apple CarPlay- und Android Auto-Schnittstellen. Die Sprachsteuerung über Apple Siri oder Google Assistant ist ebenfalls möglich.

Bei seiner Einführung im Jahr 1998 in Nordamerika war der Lexus RX eines der ersten SUVs auf dem Markt. Seit 2000 wird der RX auch in Europa verkauft. Die aktuelle Generation ist die vierte und wurde 2015 eingeführt. Sie ist mit 4,89 Meter etwas kürzer als ein Mercedes GLE (4,92 Meter), die Langversion mit genau 5,00 Meter etwas länger. Neben einem Zweiliter-Benziner mit 238 PS und Sechsgang-Automatik gibt es einen Hybridantrieb mit 313 PS Systemleistung auf Basis eines V6-Benziners. Hier die bisherigen Preise:

  Antrieb 0-100 km/h Basispreis (Ausstattung)
RX 300 FWD Benziner, 238 PS 9,2 Sek. 49.900 Euro
RX 300 AWD Benziner, 238 PS 9,5 Sek. 51.250 Euro
RX 450h AWD E-Four Hybrid 7,7 Sek. 58.900 Euro
RX 450hL AWD E-Four Hybrid, Langversion 8,0 Sek. 67.000 Euro

Der geliftete RX hat Europapremiere am 30. Juni 2019 beim Concours d'Elegance im französischen Chantilly. Zu den Händlern rollt er dann erst im Herbst 2019. Die Preise wurden noch nicht verkündet, bisher begannen sie bei 49.900 Euro (RX 300 FWD mit 238 PS).

Bildergalerie: Lexus RX (2020)