Das Retro-Konzept feierte den 50. Geburtstag des legendären 4CV

Name: Renault Fiftie

Premiere: 1996

Daten: Vierzylinder-Benziner, 1.149 ccm, 60 PS, 93 Newtonmeter, Gewicht: 790 Kilogramm, Länge: 3,60 Meter, Breite: 1,70 Meter, Höhe: 1,37 Meter.

Hintergrund:

Mitte der 1990er-Jahre war die Retro-Welle im vollen Gange: Youngtimer kamen in Mode, VW arbeitete an der Serienversion des New Beetle, Rover machte sich unter BMW-Regie Gedanken zu einem neuen Mini. So passte der Renault Fiftie perfekt in die Zeit.

Der Fiftie war ein Konzeptfahrzeug, das 1996 von Renault anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Markteinführung des 4CV (hierzulande auch als "Cremeschnittchen" bekannt) vorgestellt wurde. Sein Äußeres lehnte sich stark an das seines berühmten Vorfahren an, ebenso wie die Wahl eines Hinterradantriebs. Der Fiftie war jedoch eine zweitüriger Studie mit Mittelmotor, während der 4CV vier Türen und einen Heckmotor hatte. Das Interieur war eine Stylingübung, die darauf abzielte, durch den intensiven Einsatz von Baumwolle, Leinen und Rattan eine "erfrischende" Umgebung zu schaffen.

Im Gegensatz zu vielen Concept Cars, die nur für statische Zwecke konzipiert wurden, war der Fiftie voll fahrtüchtig, da er große Teile seiner Technik mit dem Renault Sport Spider teilte. Der Fiftie war auch ein Schaufenster für den brandneuen D7F 1,2-Liter-Vierzylindermotor mit acht Ventilen und 60 PS, der kurz darauf offiziell im Twingo vorgestellt wurde.

Die Fiftie erhielt im Allgemeinen gute Kritiken, führte aber nicht zu einem massiven Anstieg der Kundennachfrage nach einer Serienversion, im Gegensatz zur Concept 1-Konzeptstudie von Volkswagen, die schließlich zum New Beetle wurde. Renault unternahm keine weiteren Schritte, und die Fiftie blieb das, was sie sein sollte - ein freundliches, einmaliges "Augenzwinkern" zu einer Legende aus der Vergangenheit der französischen Automobilproduktion.

 

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