Das erste Serienmodell der Marke mit dem Doppelwinkel kam vor 100 Jahren auf den Markt

Der erste Citroën kam im Jahr 1919 auf den Markt, also vor genau 100 Jahren. Mit dem Typ A 10 HP begann nicht nur die Markenhistorie, er war zugleich das erste französische Großserien-Auto. Aus Anlass des 100-jährigen Markenjubiläums erinnert Citroën an den Klassiker.

André Citroën wollte ein günstiges Fahrzeug mit geringen Unterhaltskosten auf den Markt bringen. Dieses Ziel leitete die Entwicklung des Typ A 10 HP, der am 4. Juni 1919 in Paris auf den Champs-Elysées erstmals präsentiert wurde. Der Einführungspreis von 7.950 Franc war für die Zeit außergewöhnlich niedrig. Zur Produktion griff André Citroën auf die modernen Methoden von Henry Ford zurück und führte die Fließbandproduktion in Europa ein. 

Der Citroën Typ A 10 HP verfügte über etliche Innovationen. So besaß er eine elektrische Beleuchtung und einen elektrischen Anlasser, ein Verdeck sowie ein Ersatzrad. Zudem war es das erste französische Modell mit Linkslenkung.

Der Aluminium-Vierzylinder-Ottomotor mit einem Hubraum von 1.327 ccm verfügte über eine Leistung von 18 PS. Dank Leichtbau hatte der Citroën Typ A 10 HP einen für damalige Zeiten niedrigen Benzinverbrauch von 7,5 Liter pro 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 65 km/h.

Der Citroën Typ A 10 HP war in verschiedenen Varianten erhältlich: als Torpédo (heute würde man sagen: als Stoffdach-Cabrio), als offenes Stadt-Coupé oder als geschlossenes „Doktor-Coupé“. Seine Hinterachse mit vier Blattfedern bot viel Komfort. Der Citroën Typ A 10 HP wurde von 1919 und 1921 produziert. Es entstanden insgesamt 24.093 Stück.

Noch im gleichen Jahr 1919 startete ein Pritschenwagen mit 300 Kilogramm Nutzlast auf Basis des Typ A. Er wurde zudem als Lieferwagen, Taxi und Rettungswagen angeboten. Nachfolger des Typ A 10 HP wurde 1921 der Citroën B2 mit einer Spitzengeschwindigkeit von 73 km/h, dann die Modelle B10, B12 und B14.

Bildergalerie: Citroën Typ A 10 HP von 1919