Felgenreiniger im GTÜ-Test: Runter mit dem Winterschmutz
Zehn Spezialreiniger für schnellen Felgenglanz im Praxisvergleich: Nicht alle Produkte halten, was sie versprechen
Nun ist es wieder soweit: Der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen steht an. Sind die Räder schon mal abmontiert, empfiehlt sich eine Reinigung. Glaubt man der Werbung, dann bringen Felgenreiniger Sauberkeit in wenigen Minuten ohne lästiges Schrubben. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hat zehn Reiniger zu Preisen zwischen 8 und 20 Euro getestet. Ergebnis: Ohne Nacharbeit mit dem Schwamm klappt es meist nicht mit dem Glanz.
Den Testsieg sicherte sich der nagelneue Felgenreiniger P21S High End von Dr. Wack (20 Euro), der mit der besten Reinigungsleistung und guter Materialverträglichkeit glänzte. Dieses Produkt bewerteten die GTÜ-Experten mit "sehr empfehlenswert".
Mit großem Abstand zum Testsieger und Punktegleichstand im Endergebnis, schafften es der Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus (20 Euro) und der Alu-Teufel Spezial von Tuga Chemie (12 Euro) auf einen gemeinsamen zweiten Platz. Ebenfalls das Prädikat "empfehlenswert" erhielten mit nicht ganz so guter Reinigungsleistung der "Felgen-Reiniger Evotec" von Nigrin (8 Euro), der "Felgenreiniger Spezial" von Liqui Moly (12 Euro) und das Aral-Produkt "Felgenreiniger Intensiv" (11 Euro).
Wegen ihrer relativ schlechten Leistung in Sachen Sauberkeit mussten sich der "Dust Cracker" von Liquid Elements (17 Euro), der "Reactive Wheel Cleaner" von Koch Chemie (20 Euro), der "Ultimate All Wheel Cleaner" von Meguiar"s (20 Euro) mit der Note "bedingt empfehlenswert" zufrieden geben. Schlusslicht im Test: Der "Wheel Shine" von Petronas Durance (11 Euro), der auf ganzer Linie versagte und den die Prüfer als "nicht empfehlenswert" einstuften.
Mit der strengen Prüfanforderung "Reinigungsleistung mit Wasserstrahl ohne Mechanik" kamen besonders die Felgenreiniger von Dr. Wack, Sonax und Aral gut zurecht. In dieser Testdisziplin wurden nach der vom Hersteller angegebenen maximalen Einwirkzeit der Reiniger die verschmutzten Felgen per Wasserstrahl aus einem Schlauch abgespritzt. Steigern ließ sich die Leistung bis zur Perfektion nur noch durch den Einsatz eines Hochdruckreinigers und eines Schwamms.
Einige der "empfehlenswerten" Reiniger wiesen auch nach dem Einsatz von Wasserschlauch und Hochdruckstrahler noch vereinzelt Schmutzreste auf der Felge auf, die sich jedoch durch Nachwischen mit dem Schwamm leicht beseitigen ließen. Bei den mit der Note "bedingt empfehlenswert" getesteten Reinigern war die notwendige mechanische Nachbehandlung merklich größer. Hier war zusätzliche Handarbeit unausweichlich.
Große Unterschiede gab es auch bei dem Testpunkt "Praxistauglichkeit". Hier waren gute Leistungen bei Beschriftung/Anleitung, Sprühverhalten/Dosierbarkeit sowie der Haftung des Reinigers an der Felgenoberfläche für die Bewertung entscheidend.
Nicht zuletzt spielte auch die Materialverträglichkeit im Praxistest eine nicht unwichtige Rolle. Was passieren kann, wenn Reinigerflüssigkeit längere Zeit auf Felge, Bremse, Lack oder Scheinwerfer verbleiben, zeigten die Verträglichkeitstests deutlich. Lacke können aufquellen, Eisen korrodieren und Scheinwerfer-Streuscheiben aus Polycarbonat Risse bekommen.
Deshalb der Rat der GTÜ-Experten: Die Felgen und das Umfeld nach jedem Reinigereinsatz gründlich mit viel Wasser abspülen. Nur so lassen sich hässliche Spuren nach unsachgemäßer Anwendung am Auto vermeiden.
Bildergalerie: Felgenreiniger im GTÜ-Test (2019)
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