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CO2: Sind Elektroautos so viel besser als Diesel und Benziner?

Studie: Kohlendioxid-Einsparung beträgt nur 3 bis 50 Prozent

Hyundai Kona Elektro im Test

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

8. Apr. 2019 um 09:46 Uhr

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Vor etwa zehn Jahren schockte Greenpeace uns einmal mit der Behauptung, ein Elektro-Smart würde mehr Kohlendioxid emittieren als ein Diesel-Smart, wenn man die Stromerzeugung durch den Energieversorger RWE mit einbezöge. Egal ob das nun stimmte oder nicht: Klar ist, dass Elektroautos nur lokal emissionsfrei sind, der Strom aber immer noch zu großen Teilen aus fossilen Quellen stammt. Zwei neue Studien zur CO2-Bilanz, über die die FAZ nun berichtet, werfen Licht auf die Frage: Wie umweltfreundlich sind E-Autos wirklich?

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Das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg (Ifeu) hat im Auftrag der Denkfabrik Agora eine Studie mit dem Titel „Klimabilanz von Elektroautos“ erstellt. Das Resultat: Elektroautos sind klimafreundlicher als Autos mit Verbrennungsmotor. Der Öko-Vorsprung ist jedoch kleiner, als so mancher denkt, nämlich nur 3 bis 50 Prozent.

Warum ist der Unterschied zum Verbrenner so gering?

Nun, erstens hat das Umweltinstitut den gesamten Lebenszyklus (inklusive Herstellung, Stromverbrauch/Spritverbrauch und Verschrottung) betrachtet. Und bei der Herstellung fällt bei Elektroautos besonders die energieintensive Batterieproduktion ins Gewicht. 

Warum ist die Spanne so groß?

Sie kommt nicht durch den Fahrzeugtyp zustande, denn das Ifeu hat sich auf die Kompaktklasse beschränkt. Das (idealisierte) Elektrofahrzeug hat eine 35-kWh-Batterie und verbraucht 16 kWh auf 100 Kilometer. Es fährt wie die vergleichbaren Benziner oder Diesel insgesamt 150.000 Kilometer. 

Das geringste Sparpotential von 3 Prozent ergibt sich, wenn das Elektrofahrzeug mit einem Diesel verglichen wird und der deutsche Strommix von 2016 (mit 52 Prozent des Stroms aus Kohle und Öl) verwendet wird. Im Vergleich zum Benziner beträgt die Reduktion schon 12 Prozent. Wenn der Strom ausschließlich regenerativ erzeugt wird, ergibt sich ein Einsparpotential von 45 bis 50 Prozent.

Zu ähnlichen Resultaten wie Ifeu kam laut FAZ kürzlich eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe („Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen in Deutschland“). Über den gesamten Lebenszyklus hinweg emittieren Elektro-Kleinwagen demnach fünf Tonnen weniger CO2 als Diesel-Kleinwagen und 23 Tonnen weniger als Benzin-Kleinwagen. Bei Klein- und Mittelklasseautos würde sich der Elektroantrieb spätestens nach zwei oder drei Jahren ökologisch amortisieren, bei Oberklassefahrzeugen nach drei bis sechs Jahren.

Quelle: FAZ

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