Mit Plug-in-Hybrid-Technologie und sieben Sitzen

Der Ford Explorer, ein 5,05 Meter langes, siebensitziges SUV, das es in den USA bereits seit fast 30 Jahren angeboten wird, kommt Ende 2019 nach Europa. Hierzulande wird der Explorer ausschließlich mit einem 450 PS starken Plug-in-Hybrid-System angeboten.

Die von Grund auf neu entwickelte neue sechste Generation des Autos basiert (wie der Lincoln Aviator) auf der so genannten CD6-Plattform des Konzerns. Sie wurde erst Anfang 2019 in Detroit vorgestellt. In den USA gibt es den Wagen mit einem 305 PS starken 2,3-Liter-Turbobenziner, mit einem 370 PS starken 3,0-Liter-V6-Turbobenziner sowie als Hybrid mit 3,3-Liter-V6 und 322 PS.

Mit diesen Antrieben nichts zu tun hat der hierzulande eingebaute Plug-in-Hybrid-Antrieb. Er ist mit 450 PS und 840 Newtonmeter Drehmoment deutlich stärker als die US-Antriebsvarianten. Das System kombiniert einen 350 PS starken 3,0-Liter-V6-Turbobenziner mit einem 100 PS starken Elektromotor. Dazu kommt eine Zehngang-Automatik. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert 13,1 kWh. Die elektrische Reichweite beträgt rund 40 Kilometer.

Es handelt sich um einen Parallelhybrid, das heißt Benziner und Elektromotor können den Antrieb einzeln oder gleichzeitig (parallel) übernehmen. Wie beim Kuga Plug-in-Hybrid gibt es vier Hybridmodi: EV Auto, EV Now, EV Later und EV Charge. Der aktivierte Modus wird als Piktogramm auf dem 12,3-Zoll-Display angezeigt.

Bildergalerie: Ford Explorer 2020 (US-Version)

Ford legt das große SUV vor allem Familien mit hohem Platzbedarf ans Herz. Aber auch, wer einen Pferdeanhänger oder Bootstrailer ziehen will, ist mit dem Explorer gut bedient, denn er kann bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Der Tot-Winkel-Assistent wurde so verbessert, dass ein größerer Bereich überwacht wird. So unterstützt er nun auch bis zu zehn Meter lange Anhänger.

Die Kraftübertragung übernimmt ein Allradantrieb, der die Kraft normalerweise nur an die Hinterräder leitet. Nur bei Bedarf wird die Motorkraft automatisch nach vorn umverteilt. Die Steuerung des Verteilergetriebes nutzt dafür die Daten, die Dutzende von Sensoren in 10-Millisekunden-Intervallen liefern – von der gefahrenen Geschwindigkeit über das Giermoment und die Außentemperatur bis hin zu Radschlupf und die Information, ob gerade ein Trailer gezogen wird. Hieraus berechnet die Steuereinheit die optimale Kraftverteilung und ändert die Kraftverteilung innerhalb von 100 Millisekunden.

Der Fahrer kann über den Drehregler des Terrain-Management-Systems einen von sieben Modi aktivieren: Normal, Sport, Unbefestigte Straße, Rutschig, Anhänger und Eco sowie Schnee/Sand. Eine serienmäßige Bergabfahrkontrolle erleichtert das Durchqueren von schwierigem Gelände.

Zu den Assistenzsystemen gehören serienmäßig ein Einpark-Assistent, der auch das Gasgeben übernimmt, ein Tot-Winkel-Warner, ein Querverkehrswarner, eine Notbremsfunktion fürs Rückwärtsfahren. Außerdem gibt es ein 360-Grad-Rundumsichtsystem, ein Antikollisionssystem mit Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung, ein intelligenter Abstandstempomat, der auch das Tempolimit einbezieht, ein Spurhalteassistent und ein Ausweich-Assistent.

Ford Explorer 2020
Ford Explorer 2020

Mit einer Außenlänge von 5,05 Meter, einer Breite von 2,28 Meter (mit ausgeklappten Außenspiegeln) und einer Höhe von 1,78 Meter bietet der neue Explorer viel Platz. Selbst Erwachsene fühlen sich auf den Plätzen sechs und sieben wohl, verspricht Ford. Die beiden Plätzen in der dritten Sitzreihe lassen sich elektrisch umlegen und bilden dann – nach dem Zusammenklappen der drei Sitze in der zweiten Reihe – eine ebene Fläche. Das Gepäckraumvolumen beträgt maximal 2.274 Liter.

Ford Explorer 2020
Ford Explorer 2020
Ford Explorer 2020

Zur Serienausstattung gehört ein Drehschalter für das Automatikgetriebe, beheiz- und kühlbare Vordersitze, Lederpolsterung, Lenkradheizung, ein elektrisches Panorama-Schiebedach, Sitzheizung für die zweite Reihe, ein 800-Watt-Soundsystem von B&O sowie FordPass Connect (mit WLAN-Hotspot). Während im Explorer ST-Line ein 8,0-Zoll-Display wartet, hat der Explorer Platinum einen 10,1-Zoll-Touchscreen im Hochformat. Statt konventioneller Instrumente hat der Explorer serienmäßig einen 12,3-Zoll-Monitor. Der neue Explorer steht serienmäßig auf 20-Zoll-Alufelgen.

Zwei Ausstattungen werden angeboten: ST-Line und Platinum. Der Explorer läuft im Ford-Werk Chicago vom Band und wird in Deutschland zum Marktstart Ende 2019 exklusiv in der Ausstattungsversion „ST-Line“ angeboten. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt eine weitere Ausstattungsversion hinzu.

Der serienmäßige „ST-Line“-Lieferumfang ist komplett – der Kunde muss sich lediglich für die Lackierung entscheiden. Im Preis von 74.000 Euro ist die Lackierung „Liquid-Weiß“ bereits enthalten. Die sieben anderen lieferbaren Farbtöne kosten jeweils einen Aufpreis zwischen 1.000 und 1.300 Euro.

Bildergalerie: 2020 Ford Explorer PHEV (Europa-Version)